BANGKOK – Ein erst 15-jähriger Programmierlehrer aus Thailand schlittert nach einem bizarren Autodeal in einen finanziellen Albtraum. Sein selbst finanzierter Luxus-BMW wurde bei einem Crash völlig demoliert. Nun bleibt der Teenager auf einem Reparaturschaden von über 1,3 Millionen Baht sitzen.
Teenager finanziert BMW mit Programmierkursen
Der 15-Jährige verdient sein eigenes Geld, indem er Schülern Computerprogrammierung beibringt. Von diesem Einkommen stemmte er die Raten für einen brandneuen BMW iX3 Sport im stolzen Wert von 3,7 Millionen Baht.
Weil er den Kaufvertrag noch nicht selbst unterschreiben durfte, lief die Zulassung offiziell auf den Namen seines Vaters. Die hohen Monatsraten waren für den Jungen mit seinen Kursen jedoch offenbar kein Problem.
Ein mündlicher Deal endet im Chaos
Im August 2025 übergab die Familie den Wagen zunächst an eine Autovermietung in Bangkok. Noch im Folgemonat holte der Vater das Fahrzeug jedoch zurück und zeigte es einer Frau, die Interesse an einem BMW bekundet hatte und das Auto selbst nutzen wollte.
Man einigte sich auf eine mündliche Absprache: Die Frau sollte das Auto fahren und sich im Gegenzug an den Raten beteiligen. Was als unbürokratische Hilfe begann, wurde für die Familie zum Desaster.
"100.000 Baht für die Rückgabe"
Statt das Fahrzeug wie vereinbart zurückzugeben, hatte die Frau plötzlich eine eigene Idee. Monate später, im Dezember 2025, forderte sie von dem Teenager und seiner Mutter 100.000 Baht als Bedingung für die Rückgabe des BMW.
Bevor die verzweifelte Familie den Wagen zurückholen konnte, passierte jedoch das Unfassbare. Die Frau verursachte mit dem Auto einen schweren Unfall in Bangkok.
Zuerst Beschwichtigung, dann der Schock
Nach dem Crash am 29. Januar versuchte die Fahrerin zu beschwichtigen und sprach von nur geringfügigen Schäden. Der Teenager verließ sich jedoch nicht auf diese Aussage, sondern checkte den Standort des BMW per GPS-App selbst.
Das Fahrzeug war mit massiven Zerstörungen zu einer Polizeistation abgeschleppt worden. Eine erste Schätzung der Werkstatt ergab Reparaturkosten von mindestens 1,1 Millionen Baht.
Kein Versicherungsschutz, steigende Kosten
Erst jetzt kam für die Familie der nächste harte Schlag ans Licht: Die Kfz-Versicherung des Wagens war zum Zeitpunkt des Unfalls bereits abgelaufen. Völlig schutzlos blieben der Junge und seine Eltern auf den immensen Kosten sitzen.
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Die Reparaturrechnung kletterte mittlerweile auf mehr als 1,3 Millionen Baht. Die Mutter des Jungen appellierte öffentlich an die Unfallfahrerin, sich an den Kosten zu beteiligen oder wenigstens Kontakt aufzunehmen – die Frau schwieg jedoch.
Unfall-Dashcam und teure Abschleppfahrt
Um die Umstände des Crashs zu belegen, veröffentlichte die Familie jetzt selbst Dashcam-Aufnahmen vom Unfallhergang und Fotos des demolierten Luxus-SUVs. Die Bilder zeigen die Wucht der Kollision.
Für den Transport des Wracks von Bangkok zur Reparatur in die Heimatprovinz Chiang Mai musste die Familie weitere 10.000 Baht hinblättern. Seit sieben Monaten hat der Junge keinen Zugriff mehr auf sein Fahrzeug.
Schüler müssen auf Mitfahrgelegenheit verzichten
Der Wagen war nicht nur ein teures Hobby, sondern hatte einen festen Zweck im Alltag des Teenagers. Mit dem BMW holte er regelmäßig Schüler zu seinen Programmierstunden ab und brachte sie wieder nach Hause.
Nun fehlt diese wichtige Transportmöglichkeit komplett. Die Familie hofft weiter auf eine Einigung mit der Fahrerin und stemmt die Schuldenlast einstweilen allein.



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