PATTAYA – Ein kräftiger Sturm hat in der Nacht zu Donnerstag ein Touristenboot von seiner Verankerung losgerissen und an den Pattaya Beach getrieben. Die Wellen zertrümmerten die Steuerbordseite des Kahns. Der Besitzer schließt nicht aus, dass jemand das Ankertau durchtrennt hat.
Gegen 23.30 Uhr schlugen die Wellen zu
Das Drama spielte sich am späten Mittwochabend nahe des Eingangs zur Pattaya Soi 1 ab. Anwohner alarmierten die Behörden, nachdem sie gesehen hatten, wie anhaltende Wellen das Schiff immer wieder gegen die Küste donnerten.
Als Reporter kurz darauf eintrafen, lag das kleine Boot auf Grund und Wellen prallten schwer gegen den Rumpf. Die rechte Seite war stark zertrümmert, während hohe Winde andere verankerte Boote vor der Küste heftig durchschüttelten.
War das Ankertau manipuliert?
Bootsbesitzer Prasit Sukun erhielt mitten in der Nacht einen Anruf von Leuten am Strand. Der 59-Jährige eilte sofort zum Unglücksort und entdeckte die massiven Schäden an der Steuerbordseite.
Prasit betonte, das Ankertau sei dick und stabil – ein Reißen von allein sei kaum vorstellbar. Er halte es für möglich, dass jemand das Seil in böser Absicht durchtrennt habe, räumte aber ein, dass auch die schweren Wetterbedingungen zum Versagen geführt haben könnten.
Boot war fast ein Jahr aus dem Verkehr
Das Boot wurde früher für Touristenfahrten und private Angelcharter genutzt. Zuletzt war es fast ein Jahr lang nicht mehr regulär im Einsatz, wurde aber laut Besitzer regelmäßig gewartet und instand gehalten.
Prasit beziffert die Verluste auf mehrere hunderttausend Baht. Wie The Pattaya News berichtete, konnte das Wrack bisher nicht vom Strand entfernt werden.
Behörden prüfen Bergung am Morgen
Für den Donnerstagmorgen planen die zuständigen Beamten eine detaillierte Schadensbewertung. Sollte das Boot zu schwer beschädigt sein, um es vor Ort zu reparieren, sollen sie die Bergung vom Pattaya Beach in die Wege leiten.
Die genaue Ursache für das Lösen des Bootes von seiner Verankerung bleibt unklar.



Wenn das Ankertau genau so toll instand gehalten wurde wie offensichtlich das Schiff selbst, dann würde ich eher nicht auf Sabotage tippen. Wie ein bereits fast ein Jahr lang vor Anker liegender Seelenverkäufer die Existenz des Eigners gefährden könnte erschließt sich mir auch nicht wirklich. Zu hohe Bergungs- und Verschrottungskosten? Aber sonst?