JOMTIEN, CHONBURI – In den Lumpini Seaview Condominiums schlugen Einwanderungsermittler am Morgen des 8. Juli zu. Der 26-jährige Schwede Silo Serhat wurde dort festgenommen – wegen eines internationalen Haftbefehls, den schwedische Behörden erwirkt hatten. Jetzt bereitet die thailändische Einwanderungsbehörde seine Abschiebung vor.
Zugriff in der Eingangshalle der Condominiums
Gegen 9:30 Uhr sprachen Beamte der Ermittlungsabteilung den Mann in der Lobby des Wohnkomplexes in Jomtien an. Die Ermittler hatten das Gebäude zuvor überwacht, bevor sie seine Identität anhand des Reisepasses überprüften.
Nachdem feststand, dass seine Daten mit den Interpol-Unterlagen übereinstimmten, nahmen sie ihn in Gewahrsam. Silo Serhat war erst im Mai nach Thailand eingereist und hielt sich zunächst legal im Land auf.
Aufenthaltserlaubnis nach Interpol-Alarm kassiert
Die schwedischen Behörden hatten die internationale Fahndung wegen des Verdachts auf Drogenbesitz ausgelöst. Sobald die thailändische Einwanderungsbehörde die Red Notice bestätigt bekam, widerrief sie umgehend Serhats Aufenthaltserlaubnis.
Damit verlor der 26-Jährige jegliche Legitimation, in Thailand zu bleiben. Die Festnahme erfolgte nur wenige Stunden nach der endgültigen Bestätigung der internationalen Ausschreibung.
Thailand macht Jagd auf untergetauchte Verdächtige
Der Einsatz ist Teil einer größeren Kampagne der Einwanderungsbehörde. Unter der Leitung von Generalleutnant Phanumat Boonyalak, Generalmajor Phanthana Nuchanart und Generalmajor Phanop Worathanatchakul werden gezielt ausländische Staatsangehörige aufgespürt, die in anderen Ländern beschuldigt werden und sich nach Thailand abgesetzt haben.
Die Behörde betont, dass sie dabei eng mit Interpol und ausländischen Sicherheitsbehörden zusammenarbeitet. Ziel sei es, Thailand nicht als sicheren Hafen für Straftäter missbrauchen zu lassen.
Abschiebung nach Schweden ist bereits in Vorbereitung
Nach der Festnahme leitete die Einwanderungsbehörde unverzüglich die Abschiebung ein. Serhat soll nach Schweden überstellt werden, wo ihm der Prozess wegen der Drogenvorwürfe droht.
Die rechtlichen Verfahren in seinem Heimatland können nun ungehindert anlaufen. Von thailändischer Seite gibt es keine weiteren Hindernisse.
Behörden rufen zur Mithilfe auf
Die Einwanderungsbehörde appellierte an die Bevölkerung, Informationen über verdächtige Ausländer bei lokalen Immigrationsbüros oder über die Hotline 1178 zu melden. Auch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern werde weiter intensiviert.
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Die Behörde kündigte an, weiterhin eng mit Interpol und ausländischen Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten.



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