BANGKOK – Gute Nachrichten für Thailand-Flieger: Thai Airways senkt ab sofort kräftig die Preise. Auf ausgewählten Strecken fallen die Ticket-Kosten und Treibstoffzuschläge um 20 bis 30 Prozent. Grund ist der sinkende Ölpreis nach der Entspannung im Nahen Osten.
Kerosin-Preis stürzt von 240 auf 110 Dollar
Noch vor einiger Zeit kostete ein Barrel Flugkraftstoff vom Typ Jet A-1 horrende 240 US-Dollar. Auslöser waren die massiven Spannungen im Nahen Osten. Jetzt, da sich die Lage dort beruhigt, ist der Preis auf etwa 110 Dollar gefallen.
Damit atmet die Luftfahrtbranche auf, auch wenn das Niveau noch über dem Vorkriegspreis von 90 Dollar liegt. Thai-Airways-Chef Chai Eamsiri sieht aber endlich genug Spielraum, um die Ticketpreise für die Kunden zu senken. Das globale Ölangebot ist wegen beschädigter Raffinerien in einigen Regionen allerdings weiterhin unter dem Normalwert.
Der “War Room” wacht über den Markt
Damit Thai Airways blitzschnell auf Veränderungen reagieren kann, hat die Airline ein spezielles Überwachungsteam ins Leben gerufen. Dieser „War Room“ beobachtet täglich die Marktbedingungen und die schwankenden Ölpreise. Auf dieser Basis fiel dann auch die Entscheidung für die Preissenkung ab dem 1. Juli.
Die Fluggesellschaft betont, dass man trotz der reduzierten Tarife nicht in einen ruinösen Preiskampf einsteigen wird. Stattdessen setzt das Management auf den Ansatz „Quality Revenue“ und will mit Qualität statt nur mit Dumpingpreisen punkten.
Buchungen ziehen zweistellig an
Die Rechnung scheint aufzugehen. Seit Juni verzeichnet Thai Airways ein anhaltendes zweistelliges Wachstum bei den Buchungen. Auch der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte ist zufriedenstellend, die Nachfrage der Kunden zieht schneller und stärker an als erwartet.
Für das Jahresende rechnet die Fluggesellschaft mit einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 70 Prozent. Das wäre ein deutlicher Sprung nach vorn und zeigt, dass die gesenkten Preise bei den Passagieren ankommen.
Kampfansage ohne Preiskrieg
Commercial-Chef Kittiphong Sansomboon erklärte, die Preise seien zwar marktgerecht gesenkt worden, lägen aber immer noch weit entfernt von den Tiefstständen vor dem Nahost-Konflikt. Thai Airways hatte die Tarife bereits im Zeitraum März und April dieses Jahres angepasst. Auch damals gab der sinkende Ölpreis den Ausschlag, auch wenn er noch nicht auf altem Niveau war.
Der Fokus des Managements liegt auf striktem Kapazitätsmanagement. Die Zahl der Sitzplätze wird je nach Nachfrage in jeder Region genau gesteuert. Gleichzeitig soll der Ertrag pro Einheit hoch bleiben, um die Kosten zu decken. Nur wo es wirklich nötig ist, tritt man in direkten Wettbewerb.
Mehr Komfort und besseres Essen an Bord
Neben den günstigeren Tickets will Thai Airways vor allem beim Service überzeugen. Die Airline hat ihre Strategie noch stärker auf die Kunden ausgerichtet und spricht von einem „Customer Centric“-Ansatz. Das bedeutet: Das Passagiererlebnis soll in allen Bereichen verbessert werden. Konkret arbeitet das Unternehmen daran, das Essen und den Bordservice spürbar aufzuwerten. Die Verbesserungen sollen kontinuierlich und ohne lange Verzögerungen umgesetzt werden. Von der Buchung bis zur Landung soll sich der Gast rundum wohlfühlen.
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Diese Woche hat ein Bekannter seinen Thai Airways Flug für Dezember gebucht. War sogar etwas günstiger als 2025.
Bei diesen Preisen, wäre das doch ein guter Zeitpunkt für den «Expat Thailand the Hardliner», das Land endgültig zu verlassen und sein Traumland anzufliegen.