SURAT THANI – Großangelegte Razzia des DSI und der DBD gegen ausländische Briefkastenfirmen auf Ko Samui und Ko Pha Ngan. Die Fahnder deckten fünf Netzwerke auf, die mit Strohmännern und einer mitschuldigen Anwaltskanzlei das Verbot für ausländischen Immobilienbesitz aushebelten. Die Spuren führen zu Luxusvillen, Wellness-Resorts und illegalen Millionen-Transaktionen.
Fünf Netzwerke im Fadenkreuz der Fahnder
Die gemeinsame Taskforce hat gezielte Durchsuchungsbeschlüsse gegen fünf Hauptzielgruppen vollstreckt. Der Vorwurf wiegt schwer: Verstöße gegen das Gesetz über ausländische Unternehmen durch den Einsatz thailändischer Strohmänner.
Poonpong Naiyanapakorn, Direktor des Department of Business Development, bestätigte die Operation, nachdem die Behörden 34 verdächtige Einheiten markiert hatten. Die Razzien brachten System in die illegalen Konstrukte und deckten Geldwäsche auf, die gesetzliche Verbote für ausländisches Eigentum an Gewerbeimmobilien umgehen sollte.
Luxusvillen über einen chinesischen Entwickler gesteuert
Ein Kernfund der Ermittlungen ist die J-Unternehmensgruppe. Das Netzwerk soll thailändische Stellvertreter vorgeschoben haben, um in Bo Phut auf Ko Samui eine Luxusvillenanlage von über 14.000 Quadratmetern zu entwickeln.
Öffentliches Werbematerial nannte einen chinesischen Entwickler. Chinesische Führungskräfte gaben intern die Richtung vor, während das DSI Finanzunterlagen mit über 1.692 Millionen Baht an Vermögenswerten und Banktransaktionen von 1.987 Millionen Baht beschlagnahmte.
Eine Anwaltskanzlei als Drehkreuz für Strohmann-Deals
Als zentraler Ermöglicher entpuppte sich die P-Anwaltskanzlei. Sie steht im Verdacht, die eigene Adresse zur Registrierung von 103 Firmen genutzt zu haben.
Weitere Prüfungen bringen die Kanzlei mit über 150 Firmen in Verbindung. Mitarbeiter und Vertraute sollen dabei als Aktionäre für ausländische Kunden eingesetzt worden sein, um mehr als 795 Millionen Baht an Transaktionen zu tarnen.
Nicht lizenziertes Wellness-Resort auf Ko Pha Ngan
Auf Ko Pha Ngan durchsuchten die Beamten ein von Israelis betriebenes Netzwerk. An einer Adresse fanden die Ermittler gleich fünf verbundene Firmen der Gruppe B.
Eine Einheit betrieb ein nicht lizenziertes Gesundheits- und Yoga-Resort mit über 100 Millionen Baht Vermögen. Nun prüfen die Gesundheitsbehörden der Provinz Surat Thani den Betrieb.
Hotelbetrieb seit 2013 unter der Lupe
Die Firma N betreibt seit 2013 ein Hotel auf Ko Samui mit einem Gesamtvermögen von über 2.000 Millionen Baht. Die Aktienstruktur zeigt eine Mischung aus thailändischen und israelischen Gesellschaftern.
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Baufirma teilt sich Adresse mit sechs anderen Firmen
Bei der Baufirma L griffen die Muster erneut: Ein israelischer Direktor und ein Resort-Netzwerk, nur für ausländische Touristen. Die Büroadresse teilt sich die Firma mit sechs weiteren Unternehmen derselben Gruppe.
Allein diese Firmen halten Landvermögen von mehr als 30 Millionen Baht. Die physische Inspektion bestätigte den Verdacht eines verflochtenen Konstrukts.
Risikomodell warnt vor 3.500 verdächtigen Firmen
Premierminister Anutin Charnvirakul und Handelsminister Suphajee Suthumpun gaben die klare Order zum aggressiven Vorgehen gegen Firmen-Strohmänner. Das Nominee-System gilt als tief verwurzelte Bedrohung für die Immobilienmärkte in Südthailand.
Allein in der Provinz Surat Thani schlugen Risikomodelle bei 3.500 immobilienhaltenden Firmen Alarm. 261 lokale Buchhalter wurden identifiziert, die verdächtige Stellvertreteranteile halten.
Harte Strafen für kolludierende Helfer angekündigt
Das Handelsministerium warnte, dass der Staat alle Beteiligten konsequent verfolgen wird. Ausdrücklich ins Visier geraten dabei auch professionelle Helfer und Berater.
Wer bei der Errichtung illegaler Unternehmensstrukturen hilft, muss mit schwerer Strafverfolgung nach Gesetzen gegen Geldwäsche und Außenhandel rechnen. Die Ermittlungen der Sonderfälle 93 und 94 des Jahres 2026 laufen auf Hochtouren.



Das Vorgehen wird demnächst gravierende Auswirkungen auf den Tourismus haben, wenn Touristen plötzlich vor geschlossenen Anlagen stehen, die sie gebucht haben, und nun nochmals bezahlen müssen.. Sobald das bekannt wird werden die Buchungszahlen drastisch einbrechen. Wer will schon solche Risiken, die von außen nicht einzuschätzen sind, eingehen?