BANGKOK – Ein ausländischer Staatsbürger, der in Phuket ein mutmaßliches Strohmann-Geschäftsmodell für Luxusvillen betrieben haben soll, ist Ermittlern am Flughafen ins Netz gegangen.
Zugriff im Ankunftsbereich
Zielfahnder des DSI und Beamte der Einwanderungspolizei nahmen den Mann, der nur als Mr. Ajeed identifiziert wurde, fest. Der Haftbefehl Nr. 2242/2569 des Strafgerichts lag zu diesem Zeitpunkt bereits vor und datiert auf den 21. April 2026.
Das Überwachungs- und Geheimdienstzentrum der Sonderermittlungsbehörde hatte sich mit der Einwanderungsabteilung 2 kurzgeschlossen. Gemeinsam warteten die Kräfte am Airport in Samut Prakan auf den Gesuchten.
Luxus-Poolvillen als Geschäftsmodell
Die Behörden werfen dem Verdächtigen vor, ein Geschäft betrieben zu haben, das thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist. Konkret geht es um die Vermietung von hochpreisigen Poolvillen in Phuket unter Verstoß gegen das Gesetz über ausländische Geschäftstätigkeit.
Um die gesetzlichen Eigentumsbeschränkungen auszuhebeln, soll Ajeed auf thailändische Strohleute gesetzt haben. Diese tarnten als Aktionäre die wahren Machtverhältnisse und schirmten das Konstrukt vor behördlichen Prüfungen ab.
Schwere Vorwürfe aus Bangkok
Der Fall wird intern als Sonderfall Nr. 7/2567 bei der Abteilung für Sicherheitskriminalität geführt. Die Ermittler sehen nicht nur einen simplen Gesetzesverstoß, sondern eine Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit und des thailändischen Wirtschaftssystems.
Geleitet wurde die Operation von DSI-Generaldirektor Pol. Maj. Yutthana Praedam und seinem Stellvertreter Pol. Maj. Jatupol Bongkotchamas. Die Behörde betonte, dass ihr Überwachungszentrum gezielt nach Verdächtigen mit offenen Haftbefehlen fahndet, um sie dem Justizsystem zuzuführen.
Verschärftes Durchgreifen gegen Scheinfirmen
Die Festnahme ist Teil einer größeren Welle. Thailands Behörden haben die Kontrollen gegen ausländische Strohmann-Konstruktionen zuletzt massiv ausgeweitet, besonders in Branchen, die für Ausländer tabu sind.
Thailand verstärkt die Durchsetzung gegen Unternehmen, die im Verdacht stehen, thailändische Strohmänner zur Umgehung von Eigentumsbeschränkungen zu nutzen. Die Vermietung von Luxus-Poolvillen in Phuket ist als Geschäft klassifiziert, das thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist.
Nächste Station: Staatsanwaltschaft
Nach der Verkündung der Vorwürfe wurde der Verdächtige an die zuständigen DSI-Ermittler überstellt. Von dort aus soll Ajeed an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden, die das Beweismaterial prüfen wird.
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Erst danach entscheidet sich, ob und wann der Fall vor Gericht verhandelt wird. Weitere Details zum Verdächtigen oder mögliche Mitbeschuldigte nannten die Beamten nicht.



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