PATONG, PHUKET – Thailands Behörden weiten ihre Jagd auf mutmaßliche Scheinfirmen mit ausländischem Hintergrund massiv aus. Bei Razzien in Patong flogen zwei Hotels auf, die ohne jede Lizenz Gäste beherbergten. Die Zahl der nun durchleuchteten Firmen schnellte auf 391 hoch.
Zwei Hotels ohne jede Lizenz erwischt
Beamte der Provinzverwaltung rückten am 11. Juli in Begleitung von Vize-Innenminister Polapee Suwunchwee in Patong an. Sie hatten Tipps bekommen, dass bestimmte Etablissements illegal arbeiten.
In zwei Hotels fanden die Prüfer, was sie suchten: keine Hotelbetriebslizenz und nicht einmal eine Baugenehmigung. Die Provinzverwaltung leitete sofort rechtliche Schritte ein. Die Namen der Buden behielten die Behörden für sich.
Verdacht auf getarnte Ausländer-Kontrolle
Hinter der Razzia steckt ein dicker Verdacht: Ausländer sollen über thailändische Strohmänner die Kontrolle über Firmen ausüben. Das Gesetz schiebt dem normalerweise einen Riegel vor.
Die Beamten durchkämmen jetzt Eigentümerstrukturen und Lizenzen. Polapee sagte, es gehe nicht gegen ein einzelnes Etablissement, sondern um Ordnung auf der ganzen Insel.
Von 300 auf 391 Firmen: Die Liste wächst
Ursprünglich hatten die Ermittler gut 300 Firmen im Visier. Sie verwiesen 353 davon an das Board of Investment (BOI), um eventuelle Sonderrechte beim Ausländerbesitz zu checken.
38 weitere kamen auf die Prüfliste. Macht unterm Strich 391 durchleuchtete Unternehmen. Acht hatten tatsächlich BOI-Privilegien, die Ausnahmen erlauben. 307 genossen keinerlei Sonderstatus. Bei 38 prüft das BOI noch.
Phuket wird zum Modell fürs ganze Land
Das Innenministerium will die geballte Aktion in Phuket zum Vorbild machen. Künftig sollen Handelsministerium und Innenbehörden auch in anderen Landesteilen gemeinsam Firmendaten abgleichen.
Polapee fordert, dass mit der Schließung von illegalen Buden nicht Schluss sein darf. Polizei und das Department of Special Investigation (DSI) sollen Geldflüsse zurückverfolgen und die wahren Strippenzieher hinter den Firmen offenlegen.
Wer steckt wirklich hinter den Firmen?
Die Ermittler nehmen nicht nur die Ausländer ins Visier. Auch die thailändischen Strohmänner, die ihren Namen hergeben, sollen unter die Lupe kommen.
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Die Beamten prüfen, ob die Thais wirklich eigenes Geld investierten oder nur als Fassade dienen. Am Ende entscheiden die Beweise über Strafverfahren oder Verwaltungsknüppel.
Rückstau von 600 Hotelanträgen in Arbeit
Während die einen die Lizenz verweigern, warten andere seit Ewigkeiten darauf. In Phuket haben sich über 600 Hotelanträge gestaut. Fast 100 hat die Behörde nun abgearbeitet, oft für kleine Häuser und Kategorie-1-bis-4-Hotels.
Damit wollen die Beamten klare Kante zeigen: Wer legal ins System will, bekommt Hilfe. Wer ohne Erlaubnis abkassiert oder Eigentum verschleiert, dem drohen saftige Konsequenzen.



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