Tonnen gefährlicher Billigprodukte und Fakes vernichtet

Über drei Millionen minderwertige Kosmetika, Arzneien und Lebensmittel landen in den Flammen, um den gefährlichen Schwarzmarkt nachhaltig zu zerschlagen.

Tonnen gefährlicher Billigprodukte und Fakes vernichtet
Matichon

BANGKOK – Über drei Millionen illegale Gesundheitsprodukte sind in Thailand endgültig aus dem Verkehr gezogen. Am 13. Juli vernichteten die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) und die Polizei eine gigantische Menge beschlagnahmter Ware. Darunter gefälschter Hustensaft, dubiose Filler und Hygieneartikel ohne jede Kennzeichnung.

1.376 Posten landen im Feuer

Die Aktion markiert das Ende von 131 rechtskräftig abgeschlossenen Fällen. Insgesamt wurden 1.376 verschiedene Posten mit über drei Millionen Einzelstücken dem Feuer übergeben, teilte FDA-Generalsekretärin Suphatra Boonserm mit.

Die Palette der illegalen Produkte war breit: 90 Fälle betrafen Kosmetika, 51 Lebensmittel und 32 Arzneimittel. Weitere 45 Fälle drehten sich um Schönheitspräparate wie Filler und Botox, dazu kamen zwei Fälle von Medizinprodukten und ein Fall von Gefahrstoffen.

Von Lachgas bis Mückenspiralen

Die Ermittler hoben teils ganze Netzwerke aus. In Bang Khun Thian fanden sie ein Lager mit illegal importierten Damenbinden der Marke „Lyn Mie“, in Pathum Thani flog eine Fabrik für gefälschten Hustensaft auf.

In Rama 9 schloss sich ein Supermarkt an, der Lebensmittel ohne Zulassung aus China verkaufte. Die Liste der beschlagnahmten Waren liest sich wie ein Gruselkabinett: illegale medizinische Handschuhe aus dem Bezirk Nong Suea, importiertes Lachgas und Mückenspiralen der Marke „Laojun“.

Kreislauf durchbrechen

Suphatra betonte die Entschlossenheit aller beteiligten Behörden. Ziel sei es, den gesamten illegalen Kreislauf vom Hersteller bis zum Verbraucher zu unterbrechen, damit die gefährliche Ware nicht wieder auf den Markt gelange.

Die Produkte waren ohne Genehmigung hergestellt oder eingeführt worden, trugen keine thailändischen Etiketten und waren für den Verzehr oder die Anwendung schlicht nicht sicher. Sie gelten als akutes Gesundheitsrisiko.

Polizei warnt dreiste Händler

Polizeigeneralleutnant Natthasak Chaowanasai, Kommandeur des Zentralen Untersuchungsbüros (CIB), kündigte eine lückenlose Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der FDA an. Der Kampf gegen illegale Hersteller und Importeure werde kompromisslos weitergehen.

Natthasak richtete eine deutliche Warnung an die Geschäftswelt. Unternehmer, die wissentlich nicht standardisierte Waren unters Volk bringen, müssen mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Er rief die Bevölkerung ausdrücklich dazu auf, wachsam zu sein.

Bürger als wichtigste Kontrolleure

Die Behörden setzen auf die Mithilfe der Menschen, um das erneute Einsickern illegaler Ware zu verhindern. Hinweise können direkt über zwei Hotlines gemeldet werden, die beide rund um die Uhr erreichbar sind.

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ZUM ANGEBOT

Wer den Verdacht auf illegale Herstellung oder Vertrieb hat, wählt die FDA-Hotline 1556 oder die Nummer des Verbraucherschutzes der Polizei unter 1135. Auch die Facebook-Seite „CIB Verbraucherwarnung“ nimmt Meldungen entgegen.

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Quelle: Matichon

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