JOMTIEN – In den berüchtigten Gassen Jomtien Sois 2 und 3 schlugen Beamte am Montagabend zu. Eine koordinierte Razzia legte einen blühenden Drogenmarkt lahm. Fast 100 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Der Einsatz folgte auf verzweifelte Anwohnerbeschwerden und mögliche Verbindungen zu einem lebensgefährlichen Drive-by-Shooting.
Razzia nach Beschwerden und Schüssen
Am 13. Juli 2026, gegen 17:30 Uhr, gaben Chonburis Gouverneur Naris Niramaiwong und Bezirkschef Anusak Piriyomron grünes Licht für den Großeinsatz. Geführt wurde die Operation von Bezirkssicherheitschef Kamphrai Laosan.
An der Aktion im Unterbezirk Nong Prue waren Dorfverteidiger, Verwaltungsbeamte und ein Spezial-Einsatzkommando beteiligt. Der Druck auf die Behörden war massiv gestiegen. Anwohner klagten seit Langem über Angst und Unsicherheit, die von dem offenen Drogenhandel ausgingen.
Drogen-Flohmarkt im Wohngebiet
Die Sois hatten sich in einen regelrechten Drogen-Flohmarkt verwandelt. Händler und Konsumenten gingen den ganzen Tag ein und aus. Die Straßen waren verstopft von Motorrädern und Autos, deren Fahrer pausenlos Methamphetamin-Pillen und kristallines Methamphetamin kauften.
Vor der Razzia gesammelte Informationen zeigten diesen stetigen Besucherstrom. Die Beamten planten daraufhin eine Mehrpunkt-Einkesselung, um die Flucht der Verdächtigen in den verwinkelten Gassen zu vereiteln.
Fluchtversuche im Chaos
Als die Einsatzkräfte vorrückten und sich zu erkennen gaben, brach Panik aus. Händler und Konsumenten versuchten, in alle Richtungen zu entkommen. Einige Ortskundige konnten entwischen, viele andere wurden jedoch schnell in die Enge getrieben.
Das Gebiet war trotz mehrerer Razzien in der Vergangenheit immer wieder zum Drogenumschlagplatz geworden. Zuletzt hatte ein versuchter Drive-by-Shooting auf der belebten Jomtien Second Road die Lage weiter angeheizt. Der Schusswechsel am helllichten Tag nahe dem Rompho-Morgenmarkt wurde mit Anwohnern aus dem Soi-2-3-Gebiet in Verbindung gebracht.
Erste Festnahme: 66 Pillen bei 21-Jährigem
Der erste Verdächtige, ein 21-Jähriger namens Woranyu, ging den Beamten schnell ins Netz. Bei ihm fanden sie 66 Methamphetamin-Pillen und 3,5 Gramm Crystal Meth.
In einem nahen Zimmer entdeckten die Einsatzkräfte weitere 42 Pillen. Das Rauschgift war wohl in letzter Sekunde weggeworfen worden, um einer Verurteilung zu entgehen.
Immer neue Käufer fuhren in die Falle
Während der Durchsuchungen nahmen die Beamten systematisch Gebäude und Mietzimmer in beiden Sois unter die Lupe. Dabei stießen sie auf viele weitere Konsumenten und verstreute Drogenutensilien.
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Immer wieder fuhren ahnungslose Käufer mit Motorrad oder Auto vor. Sie wurden allesamt festgenommen, ohne von der laufenden Razzia zu wissen.
81 Personen positiv auf Drogen getestet
Insgesamt testeten die Behörden 81 Menschen positiv auf Drogen in ihrem Körper. 57 Männer und 24 Frauen wurden vorläufig festgenommen.
Für sie alle folgt nun die Aufnahme in staatliche Rehabilitationsprogramme. Diese zielen auf Behandlung und die Verringerung der Rückfallwahrscheinlichkeit ab.
Zweiter Schlag gegen mutmaßliche Hauptdealerin
Die bei den ersten Festnahmen gesammelten Hinweise führten die Beamten zu einer weiteren Zielperson. In der nahegelegenen Soi Khao Noi nahmen sie die 35-jährige Ailda fest, die als Hauptdealerin gilt.
Bei der Durchsuchung fanden sie 5,28 Gramm Crystal Meth und markierte Geldscheine. Das Geld stammte aus einem kontrollierten Scheinkauf und dient als entscheidendes Beweismittel.
Verdächtige an Polizei übergeben
Die mutmaßlichen Drogenhändler und sämtliche sichergestellten Beweise sind nun bei der örtlichen Polizei. Dort läuft die rechtliche Bearbeitung der Fälle.
Die Operation ist ein klares Signal im Rahmen der nationalen Politik zur Drogenbekämpfung. Sie soll die Sicherheit in der Nachbarschaft wiederherstellen.
Ermittlungen werden ausgeweitet
Die Behörden gaben bekannt, die Fäden nun weiterverfolgen zu wollen. Ziel ist es, die größeren Netzwerke zu zerschlagen, die in dem Gebiet operieren.
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