Karaoke-Abzocke kostet Touristen 150.000 Baht – 5 Jahre dicht gefordert

Fünf Stunden Feiern enden für zwei Briten im finanziellen Ruin. Die Polizei greift nach dem skandalösen Vorfall hart durch und fordert nun ein drastisches Urteil für das betroffene Lokal. Droht der Stadt endlich ein Ende der Willkür?

Karaoke-Abzocke kostet Touristen 150.000 Baht - 5 Jahre dicht gefordert
ThaiRath

CHIANG MAI – Zwei britische Touristen wurden in einer Karaoke-Bar in Chiang Mai mit einer saftigen Rechnung von 150.000 Baht abkassiert. Sie erstatteten Anzeige, das Lokal erstattete das Geld sofort zurück. Jetzt droht dem Betreiber die Zwangsschließung für fünf Jahre.

Schock nach fünf Stunden in der Bar

Die beiden Briten besuchten am 8. Juli 2026 eine Karaoke-Bar im Stadtgebiet von Chiang Mai. Nach nur fünf Stunden Aufenthalt flatterte ihnen eine Rechnung über 150.000 Baht ins Haus.

Sie ließen das nicht auf sich sitzen und gingen zur Polizeistation Stadt Chiang Mai. Dort erstatteten sie Anzeige wegen überhöhter Gebühren.

Betreiber lenkt ein und zahlt zurück

Die Ermittler luden den Betreiber des Lokals zur Befragung vor. Der zeigte sich sofort kooperativ und erstattete den gesamten Betrag an die beiden Touristen.

Die Geschädigten waren damit zufrieden und verzichteten auf weitere rechtliche Schritte.

Polizei leitet Verfahren ein

Bei der Prüfung der Beweise entdeckten die Beamten mehrere Verstöße gegen das Gesetz. Die Polizeiführung um Polizeigeneral Kritthaphon Yisakhon, Kommandeur der Polizeiregion 5, und Polizeigeneral Yutthana Kaenchan, Kommandeur der Provinzpolizei Chiang Mai, ordnete ein hartes Vorgehen an, um den Ruf des Tourismus zu schützen.

Gegen das Karaoke-Lokal wurde ein Verfahren wegen Betriebs ohne Genehmigung und Alkoholverkauf außerhalb der gesetzlichen Zeiten eingeleitet. Zudem beantragte die Polizei eine fünfjährige Schließung des Lokals.

Polizei betont konsequentes Vorgehen

Polizeioberst Pratchaya Thitsala, Leiter der Polizeistation, betonte das konsequente Vorgehen: „Wir haben monatlich alle Betreiber zu Treffen eingeladen und sie zu fairen, transparenten Preisen verpflichtet. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verstößen.“

Deshalb müsse man jetzt mit voller Härte durchgreifen, um das Image des Tourismus in Chiang Mai nicht zu gefährden. Die Beamten bereiten den Schließungsantrag vor und legen ihn dem Gouverneur von Chiang Mai zur Entscheidung vor.

Kampf gegen Tuk-Tuk-Abzocke

Die Polizei will auch gegen eine weitere Masche vorgehen: Tuk-Tuk-Fahrer, die Touristen ohne deren Zustimmung zu bestimmten Lokalen locken. Der Club der Fahrer und unabhängige Tuk-Tuk-Besitzer sollen demnächst zu einem Treffen geladen werden.

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Bei der Zusammenkunft sollen klare Regeln für den Service aufgestellt werden. Ziel ist es, zu verhindern, dass Touristen gegen ihren Willen in bestimmte Lokale gebracht werden.

Fünfjährige Schließung liegt beim Gouverneur

Die gesammelten Beweise und der Antrag auf eine fünfjährige Zwangsschließung werden dem Gouverneur von Chiang Mai zur Entscheidung vorgelegt. Polizeiregion 5 und die Provinzpolizei unterstützen das Vorgehen.

Die Polizei führt bereits monatliche Treffen mit Betreibern von Dienstleistungseinrichtungen durch, um faire Preise und Transparenz zu gewährleisten. Zudem wird eine Neuordnung der Tuk-Tuk-Dienste in Chiang Mai angestrebt.

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Quelle: Thairath

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