Pädophiler Norweger stirbt kurz vor Razzia in Thai-Box-Camp

Sexueller Missbrauch von Jungen im Fokus: Der mutmaßliche Täter entzog sich durch seinen Tod der Justiz. Doch welche erschütternde Rolle spielte der verhaftete Lager-Leiter bei den schmutzigen Geschäften?

Pädophiler Norweger stirbt kurz vor Razzia in Thai-Box-Camp
Central Investigation Bureau

RAYONG – Ein 80-jähriger Norweger, der ein Muay-Thai-Boxcamp finanzierte und dort Kinder missbraucht haben soll, starb nur zwei Tage vor der Razzia. Der 28-jährige Leiter des Camps sitzt jetzt in Haft.

Supervisor nach Razzia festgenommen

Beamte der Anti-Trafficking in Persons Division (ATPD) nahmen am Dienstag Naruebet „Check“ Nilthai fest. Der 28-Jährige leitete das Boxcamp, in dem etwa 30 Jugendliche und junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren trainierten.

Gegen ihn wurde Anklage wegen Menschenhandels erhoben. Ihm wird vorgeworfen, Minderjährige zwischen 15 und 18 Jahren zur Prostitution an männliche Kunden vermittelt zu haben.

Norweger finanzierte das Camp und starb vor dem Zugriff

Ermittler fanden heraus, dass der Norweger, der nur unter dem Pseudonym „Kim“ bekannt ist, das Camp regelmäßig mit Geld unterstützte. Er soll die Kinder bei seinen Besuchen zu sich gerufen und schwere sexuelle Übergriffe begangen haben.

Zwei Tage vor der geplanten Durchsuchung starb der 80-Jährige an einer bestehenden Erkrankung. Die Polizei erfuhr erst nachträglich von seinem natürlichen Tod.

Kinder schilderten den Missbrauch

Die Behörden befragten zwölf Kinder im Camp. Sie machten übereinstimmende Aussagen, dass eine Sekretärin sie immer dann zum Norweger rief, wenn er zu Besuch war.

Nach jeder Begegnung soll Kim ihnen zwischen 500 und 5.000 Baht gezahlt haben. Die Kinder berichteten, er habe ihnen befohlen, über das Geschehene zu schweigen.

Sechs Kinder als Opfer identifiziert

Ein multidisziplinäres Ermittlungsteam kam zu dem Schluss, dass sechs der befragten Kinder sexuell missbraucht wurden. Pol Maj Gen Withaya Sriprasertparp, Kommandeur der ATPD, bestätigte, dass Naruebet einige der jungen Boxer an männliche Kunden vermittelt haben soll.

Neben der ATPD waren auch Sozialbehörden aus Rayong und Chon Buri an der Razzia beteiligt. Die Rolle der namentlich nicht genannten Sekretärin ist noch nicht abschließend geklärt.

Verdächtiger in Haft, Ermittlungen laufen

Naruebet Nilthai befindet sich in Polizeigewahrsam. Neben Menschenhandel wird ihm auch die Förderung der Prostitution Minderjähriger und der Betrieb eines Prostitutionsgeschäfts vorgeworfen.

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Die Ermittlungen zu den Vorwürfen des Menschenhandels und sexuellen Missbrauchs dauern an. Ob weitere Personen belangt werden, ist derzeit noch offen.

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Quelle: Bangkok Post

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