Drogenrazzia in Thailand: 8,6 Millionen Pillen beschlagnahmt

Thai-Militär zerschlägt Drogenschmuggel: Bei einer Razzia in Chiang Mai werden 8,6 Millionen Methamphetamin-Pillen beschlagnahmt – die Ermittlungen laufen weiter.

Drogenrazzia in Thailand: 8,6 Millionen Pillen beschlagnahmt
Banmuang

CHIANG MAI – Ein massiver Schlag gegen den Drogenhandel im Norden Thailands: Nach einem Gefecht mit bewaffneten Kurieren stellten Soldaten in zwei Etappen über 8,6 Millionen Yaba-Tabletten sicher. Ein Teil des Rauschgifts lag tagelang versteckt in einer Felsspalte.

Weitere 880.000 Pillen in Felsspalte entdeckt

Am 19. Juli durchkämmten Patrouillen der Task Force Chaiyanuphap erneut das Waldgelände am Doi-Fai-Pass im Bezirk Chiang Dao. Etwa anderthalb Kilometer westlich der ursprünglichen Konfrontationszone stießen die Soldaten auf vier provisorische Rucksäcke.

Die Säcke waren in einer Felsspalte am Waldrand verborgen. In jedem steckten rund 220.000 Methamphetamin-Tabletten mit dem Prägestempel „999″, insgesamt etwa 880.000 Stück.

Gesamtzahl steigt auf 8,66 Millionen Tabletten

Der Neufund erhöhte die Sicherstellungsmenge dieses Einsatzes auf insgesamt 8.660.000 Yaba-Pillen. Bereits am 17. Juli, dem Tag des Zusammenstoßes, hatten die Kräfte 37 Säcke mit rund 7.780.000 Tabletten beschlagnahmt.

Die Drogenhändler waren zuvor im Schutz des schwer zugänglichen Grenzgebiets unterwegs. Die Soldaten der Kavallerie-Kompanie 2 zwangen sie zum Stehen und stellten die große Ladung sicher.

Stempel „999" auf jeder Pille

Alle sichergestellten Tabletten tragen den einheitlichen Stempel „999″. Solche Markierungen nutzen Hersteller, um Chargen und Vertriebswege im Drogenhandel zu kennzeichnen.

Die Menge von über 8,6 Millionen Pillen verdeutlicht die industriellen Ausmaße, mit denen die Schmugglerringe im Norden operieren.

Kommandeure informieren Presse persönlich

Generalmajor Sathit Wainon, Kommandeur der Pha-Muang-Streitkräfte, entsandte seinen Stellvertreter Oberst Somjet Phonprasert zur Einsatzbesprechung vor Ort. Gemeinsam mit Oberstleutnant Thanathip Manaying erläuterte er die Details gegenüber den Medien.

Die Militärs schilderten den Ablauf der Nachsuche und die schwierigen Bedingungen im unwegsamen Gelände nahe der Ortschaft Ban Kae Noi.

Beweise an Polizei übergeben

Nach Abschluss der Untersuchungen übergaben die Soldaten das gesamte Material den Ermittlern der Polizeistation Na Wai. Die Beamten leiteten das Strafverfahren ein.

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Die Fahndung nach Hintermännern und weiteren Mitgliedern des Netzwerks dauert an. Die Militärführung wertet die Aktion als harten Schlag gegen die Infrastruktur des Rauschgifthandels in der Provinz Chiang Mai.

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Quelle: Banmuang

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