Roller-Fahrer getötet: Falschfahrer betrunken

Falschfahrer (48) rammt betrunken Motorrollerfahrer (30) in Thailand. Das Opfer ist ein Lieferant und verstarb noch am Unfallort.

BANG PHLI, Samut Prakan – Ein Pickup-Fahrer hat in der Nacht zum 3. August 2026 einen 30-jährigen Motorradfahrer getötet. Der 48-Jährige fuhr auf der Sri Wari Noi entgegen der Fahrtrichtung und kollidierte beim Wenden mit dem entgegenkommenden Rider. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle.

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Pickup wendete auf der Gegenfahrbahn – Motorradfahrer chancenlos

Gegen 23:38 Uhr raste ein schwarzer Pickup mit Kennzeichen aus Udon Thani die Sri Wari Noi in falscher Richtung entlang. Der Fahrer setzte zum Wenden an und zog das Fahrzeug quer über die Fahrspur. Ein in korrekter Richtung fahrendes Motorrad aus Bangkok konnte nicht mehr ausweichen.

Der 30-jährige Nattawut Sueatrong stürzte und prallte mit voller Wucht in die Front des Pickups. Seine Verletzungen waren so schwer, dass ein Rettungsteam des Krankenhauses Bang Phli über 20 Minuten lang vergeblich um sein Leben kämpfte. Die Helfer konnten nur noch den Tod am Unfallort feststellen.

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Überwachungskamera filmte das rücksichtslose Manöver

Zeugenaussagen und Aufnahmen vom Straßenrand nahe dem Thip-Kesorn-Markt zeigen, wie der Pickup auf der dem Markt gegenüberliegenden Seite entgegen der Fahrtrichtung auftauchte. Er wartete nicht, bis die Bahn frei war, sondern drehte abrupt in den fließenden Verkehr ein. Eine Nudelsuppenverkäuferin schrie vor Schreck auf, als sie den herannahenden Pickup sah.

Der 48-jährige Fahrer Worapoj aus Samut Prakan blieb nach dem Zusammenstoß an der Unfallstelle und wartete auf die Beamten. Er räumte sofort ein, falsch gefahren zu sein. Er habe zum Markt gewollt, um Nudelsuppe zu kaufen – das Geschäft war jedoch bereits geschlossen.

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Fahrer gab zu: Einen Krug Bier getrunken

Worapoj erklärte den Polizisten, vor der Fahrt einen Krug Bier getrunken zu haben. Er nahm ihn fest, vorläufig lautet die Anklage auf fahrlässige Tötung. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an, um den Alkoholwert exakt zu bestimmen.

Sollte der gemessene Wert den gesetzlichen Grenzwert überschreiten, werden nachträglich weitere Anklagen erhoben. Die Polizei betonte, dass das Blutalkohol-Ergebnis zwingend abgewartet werde, bevor der Fall rechtlich vollständig bewertet werden könne.

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Familie: Er war als Rider unterwegs

Die Ehefrau und Angehörige des Verunglückten eilten noch in der Nacht zur Unglücksstelle. Sie brachen in Tränen aus, als sie die Nachricht bestätigt bekamen. Die Familie berichtete, dass Nattawut für einen Fahrdienst arbeitete und über eine App Passagiere beförderte.

Vermutlich war er auf dem Weg, um Fahrgäste aufzunehmen. Sein weißes Motorrad lag völlig demoliert neben dem Pickup. Dass der erfahrene Fahrer den nächtlichen Unfall nicht überlebte, lastet die Familie der Rücksichtslosigkeit des Pickup-Fahrers an.

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Obduktion im Ramathibodi-Institut

Der Leichnam des 30-Jährigen wurde der Stiftung Por Teck Tung übergeben und in die Rechtsmedizin des Ramathibodi Chakri Naruebodindra überführt. Dort soll die Obduktion klären, welche inneren Verletzungen unmittelbar zum Tod führten. Diese Ergebnisse sind für das Verfahren notwendig.

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Neben der fahrlässigen Tötung drohen dem Pickup-Fahrer je nach Blutalkoholwert zusätzliche Anklagen. Die Polizei wertet derzeit das gesamte Videomaterial aus und befragt weitere Zeugen, um den genauen Hergang lückenlos zu rekonstruieren.

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Quelle: Thairath