Ausländische Betrüger mit „Schwarzgeld“-Masche gefasst

In Bangkok wurden vier Ausländer festgenommen. Sie betrogen Anleger mit einer "Schwarzgeld-Masche" und versprachen, Papier in Dollar zu verwandeln.

Ausländische Betrüger mit „Schwarzgeld“-Masche gefasst
Facebook/ THAI PRESS

BANGKOK – Geld aus dem Nichts – vier ausländische Betrüger haben in der Hauptstadt mit einem altbekannten Trick edle Investoren in die Falle locken wollen. Beamte der Metropolitan Police hoben die Bande in einem verdeckten Einsatz aus, nachdem die Gruppe auf einer Nobel-Automesse versuchte, vermeintliche Millionäre mit dem sogenannten „Black Dollar“-Betrug zu ködern.

Verdeckte Ermittler auf Luxus-Ausstellung angesprochen

Nach Polizeiangaben suchte die Bande gezielt auf hochpreisigen Events nach Opfern. Zivilfahnder gaben sich als schwerreiche Investoren aus und besuchten eine exklusive Automobil-Ausstellung in Bangkok.

Dort sprachen die Verdächtigen die verdeckten Ermittler an und tischtten ihnen eine Geschichte von sechs Millionen US-Dollar auf, die angeblich vom Zoll beschlagnahmt worden waren – rund 200 Millionen Baht. Für die „Freigabe“ des Bargelds verlangten sie 150.000 Baht Vorkasse und versprachen als Lockmittel 40 Prozent der Summe.

Papier wird zu Dollar – der Chemie-Trick

Bei einem zweiten Treffen führte die Gruppe den angeblichen Verwandlungsprozess vor: Leere, auf Dollar-Größe zugeschnittene weiße Papierbögen wuschen sie mit einer Lösung und holten vor den Augen der Beamten vermeintlich echte US-Banknoten hervor.

Die Polizei erklärte später, die Täter hätten echte Dollars mit Jodtinktur präpariert, sodass sie blank aussahen. Vitamin C in Wasser löste das Jod und stellte das ursprüngliche Aussehen wieder her – eine simple, aber wirkungsvolle Inszenierung, die als „spezielle Chemikalie“ verkauft wurde.

Durchsuchungen bringen 60.000 Papierscheine ans Licht

Kaum war der Schwindel aufgeflogen, gaben sich die verdeckten Ermittler zu erkennen und nahmen die vierköpfige Gruppe fest. Anschließend durchsuchten Einsatzkräfte Unterkünfte in den Stadtteilen Lasalle und Hua Mak.

Dort stellten sie rund 60.000 vorbereitete leere Papierbögen, gefälschte US-Dollar-Noten und mehrere chemische Substanzen sicher, die bei dem Betrug zum Einsatz kamen.

35-jähriger Liberianer bestreitet die Tat – Komplize gesteht

Bei den Festgenommenen handelt es sich um die liberianischen Staatsangehörigen Remy (35) und David (40) sowie zwei Frauen aus Kamerun im Alter von 35 und 21 Jahren. Während David laut Polizei einräumte, die Investoren betrügen zu wollen, verweigerte Remy jedes Geständnis.

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Er gab an, sich nicht an eine Straftat erinnern zu können. Die Aussagen der beiden Frauen gaben die Beamten nicht bekannt. Die Ermittlungen des Metropolitan Police Bureau zu möglichen weiteren Hintermännern und Opfern laufen weiter.

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Quelle: Thaiger
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