Mutmaßlicher Jobbetrüger mit 400 Opfern gefasst

Die Polizei fasste einen 29-Jährigen in Bangkok. Er soll mehr als 400 Menschen um über 65 Millionen Baht für Jobs in Australien und Kanada betrogen haben.

Mutmaßlicher Jobbetrüger mit 400 Opfern gefasst
Matichon

BANGKOK, THAILAND – Ein 29-jähriger Mann soll mehr als 400 Menschen mit falschen Jobangeboten für Australien und Kanada getäuscht und dabei einen Schaden von über 65 Millionen Baht verursacht haben. Nach seiner Flucht nach Laos nahm er laut Polizei eine neue Identität an und setzte die Geschäfte dort fort. Nun wurde er in Bangkok festgenommen.

Gesucht mit sieben Haftbefehlen

Der Beschuldigte soll in Laos unter dem Namen „Siddapaseed Inthawong“ als laotischer Staatsbürger aufgetreten sein. Dort gründete er die Firma „Lao Visa Service“ und versprach erneut, Arbeitsplätze in Australien und Kanada zu vermitteln.

Nach Angaben der Ermittler lagen insgesamt sieben Haftbefehle gegen den Mann vor. Er soll über natürliche Grenzwege nach Thailand zurückgekehrt sein und wurde schließlich am 6. August im Bereich Ratchadaphisek im Bezirk Huai Khwang festgenommen.

Falsche Jobs auf Farmen in Australien

In Thailand soll der 29-Jährige unter dem Firmennamen „Nationnal Tour“ Arbeitsplätze auf Farmen und im Gartenbau in Australien angeboten haben. Interessenten stellte er ein Monatsgehalt von 80.000 bis 100.000 Baht in Aussicht.

Pro Person verlangte er laut Polizei Gebühren zwischen 45.000 und 54.000 Baht. Nach den Zahlungen soll er die Betroffenen jedoch nicht wie vereinbart zur Arbeit ins Ausland geschickt haben.

Firma hatte keine Genehmigung

Eine Prüfung durch das Amt für private Arbeitsvermittlung ergab laut den Ermittlern, dass das Unternehmen keine Erlaubnis für die Vermittlung von Arbeitskräften ins Ausland besaß. Der Vorwurf lautet daher auf unerlaubte gemeinschaftliche Arbeitsvermittlung sowie Täuschung von Arbeitssuchenden.

Die Taten sollen im Jahr 2023 begonnen haben. Anfang 2024 floh der Beschuldigte während des laufenden Verfahrens ins Ausland. Das Strafgericht erließ daraufhin den Haftbefehl Nummer 264/2567 vom 29. April 2024.

Millionenschaden nach Flucht nach Laos

Die Ermittler der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels gehen davon aus, dass der Mann in mehreren Regionen nach demselben Muster vorging. Mit „Lao Visa Service“ soll er mehr als 400 Menschen getäuscht haben.

Der Gesamtschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf über 65 Millionen Baht. Die versprochenen Arbeitsplätze lagen in Australien und Kanada.

Polizei fasste den Beschuldigten in Bangkok

Generalleutnant Natthasak Chaowanasai vom Zentralen Ermittlungsbüro und Generalmajor Wittaya Sriprasertphap von der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels ordneten den Zugriff an. Polizeioberst Korakiat Wutthijamnong leitete die zuständige Unterabteilung 1 mit Polizeioberstleutnant Ekronkarn Nakniyom und Polizeimajor Phassawat Srisukkho.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Lesen Sie auch: Wahrsager prellt Geschäftsfrau um 30 Millionen Baht

Die Beamten überstellten den Mann nach der Festnahme an die Ermittler der Unterabteilung 1. Er bestreitet alle Vorwürfe; das weitere strafrechtliche Verfahren läuft.

Lesen Sie auch: Neue Flüge nach Bangkok

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Matichon
Bramburi Pattaya - Futtern wie bei Muttern

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.