Ein letzter Abschied und neue Zweifel: Während die Familie der ermordeten russischen Geschwister Diana (22) und Roman (17) Nazimova für Donnerstagmorgen zu einer öffentlichen Trauerfeier einlädt, bereitet die Polizei am selben Tag eine erneute Bodenscannung des Tatgeländes vor – weil die Angaben der beiden Hauptverdächtigen zu konkreten Punkten auf dem Gelände nicht übereinstimmen. Über bisherige Wochenblitz-Berichte zum Verschwinden der Geschwister und den ersten Festnahmen wurde bereits an dieser Stelle berichtet.
Abschied am Fundort
Die Mutter Sarina Nazimova und die Familie haben die Öffentlichkeit eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Sie beginnt am Donnerstag, 6. August 2026, um 10:00 Uhr an dem Ort im Wald von Huai Yai, wo die Leichen der Geschwister gefunden wurden. Als Blumen werden weiße Nelken, weiße Lilien und weiße Rosen empfohlen. „Allein dabei zu sein ist für die Familie eine große Ermutigung“, heißt es in der Einladung. Die Mutter hat angekündigt, den Menschen, die während der Suche geholfen haben, persönlich danken zu wollen. An der Feier wird auch der thailändischen Kleinfamilie gedacht, die von denselben Tätern getötet wurde.

Polizei sucht weiter – Scanner statt Spaten
Parallel zur Trauerfeier werden Ermittler am Donnerstag Bodenscanner auf dem Gelände einsetzen. Der Hintergrund: Hauptverdächtiger Thana Kerdthong alias Pong und Mitbeschuldigter Thongchai Srinil alias Thong haben in der Befragung zwei verschiedene Punkte innerhalb des Areals als relevant bezeichnet – eine Diskrepanz, die mit herkömmlichen Mitteln nicht aufzulösen ist. Das Gelände wurde bereits am Mittwoch von Helfern einer buddhistischen Stiftung freigemäht, um den Einsatz der Geräte vorzubereiten. Dabei stießen Arbeiter auf Kleidungsstücke, Wasserflaschen und Essensboxen, die im Gebüsch lagen. Deren Herkunft ist noch ungeklärt.
Der Zeuge, der fast nicht mehr lebte
Khaosod veröffentlichte am Mittwoch das erste längere Interview mit einem Schlüsselzeugen: „Neng“, 43, Motorradmechaniker aus der Nachbarschaft. Er hatte Thong als Gelegenheitsarbeiter beschäftigt und ließ Pong nach dessen Haftentlassung Anfang Juni gratis bei sich wohnen. Neng beobachtete, wie Thong das Motorrad der Geschwister in der Nähe des alten Friedhofs Thung Luang zerlegte. Pong erklärte ihm, das Fahrzeug sei wegen einer Schuld von 60.000 Baht gepfändet worden. Erst als russische Freiwillige Vermisstenplakate mit dem Foto des Motorrads aufhängten, erkannte Neng das Fahrzeug – und rief sofort die Polizei an.
„Ich habe eine Kobra aufgezogen und ins Haus geholt“, sagte er. Pong und Thong hatten außerdem sein eigenes Motorrad – eine rote Honda Scoopy – gestohlen, das bei der Tat benutzt und für die Flucht genutzt wurde. Der Druck der Ermittlungen wurde für Neng unerträglich: Er setzte sich nach eigenen Angaben eines Abends die Pistole an die Schläfe. Ein eingehender Telefonanruf und ein Streifenwagen vor der Tür brachten ihn dazu, die Waffe wegzulegen.
Was das Justizministerium jetzt einräumt
Thana Kerdthong saß 7 Jahre, 7 Monate und 25 Tage wegen Mordversuchs, Waffenbesitzes und Drogendelikten – kein Tag wurde erlassen. Das Justizministerium bestätigte: Nach dem JSOC-Gesetz galt eine zweijährige Bewährungsaufsicht mit Meldepflicht alle drei Monate. Eine elektronische Fußfessel wurde vom Gericht nicht angeordnet. Thana meldete sich nach seiner Entlassung am 5. Juni 2026 genau einmal beim Bewährungsamt – dann wurden die Geschwister getötet.
Der nationale Polizeichef ordnete unterdessen eine interne Untersuchung an: Der Verdacht steht im Raum, ob Thana Kerdthong als Polizeispitzel geführt worden war und ob das seine polizeiliche Akte beeinflusst haben könnte.
Stand der Ermittlungen
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Vier Männer sitzen in Untersuchungshaft: Thana Kerdthong alias Pong (43), Thongchai Srinil alias Thong (39), Atthaphang alias Ball sowie Chainan alias Fluke. Das Gericht in Pattaya lehnte Kautionsanträge für alle vier ab. Die Anklageschrift umfasst bislang fünf Opfer – die beiden russischen Geschwister sowie eine dreiköpfige thailändische Familie, die Wochen zuvor auf einer Kokospalmenplantage getötet worden war. Ermittler prüfen nach Aussagen von Fluke, ob es weitere Opfer gibt.


Jetzt Schwarz auf Weiß Straftäter müßen sich alle 3Monate melden, auch Ausländer müßen sich alle 3 Monate melden🧐 gleichgesetzt wie kriminelle. Also ich arbeite mit Hochdruck an meinem Plan.
Wenn du mit Hochdruck an deinem Plan arbeiten würdest wärst du schon lange weg und bräuchtest nicht 2 Jahre dafür.
Also mach endlich vorwärts und alle sind zufrieden.