Bei Razzia Lokalgäste drogenpositiv – Viele Minderjährige

Bei einer Razzia in einem Lokal in Chachoengsao wurden 32 Menschen positiv auf Drogen getestet, darunter sieben Jugendliche unter 20 Jahren.

Bei Razzia Lokalgäste drogenpositiv - Viele Minderjährige
Matichon

CHACHOENGSAO, THAILAND – Bei einer nächtlichen Kontrolle im „90’s Bar & Restaurant“ wurden 39 Gäste unter 20 Jahren und 32 Personen mit positivem Drogentest festgestellt. Insgesamt überprüften die Behörden 194 Gäste und Beschäftigte. Dem Manager drohen strafrechtliche Schritte; zudem wurde dem Gouverneur eine fünfjährige Schließung des Lokals vorgeschlagen.

39 Minderjährige und 32 positive Drogentests

Unter den 39 Gästen unter 20 Jahren waren 14 Männer und 25 Frauen. Drei Besucher waren 16 beziehungsweise 15 Jahre alt. Von den 32 Personen mit positivem Drogentest waren sieben jünger als 20 Jahre, darunter drei Männer und vier Frauen.

Im Toilettenbereich fanden die Einsatzkräfte einen Plastikstrohhalm, der mutmaßlich zur Aufbewahrung von Drogen verwendet wurde, sowie weißes Pulver. Am Boden des Lokals wurden außerdem Drogen zurückgelassen. Die Gegenstände sollen nach den geltenden Verfahren überprüft werden.

Kontrolle um 1.30 Uhr im zweistöckigen Lokal

Die Operation „Barami Sothon“ wurde vom stellvertretenden Innenminister นายพลพีร์ สุวรรณฉวี geleitet. Die Sondereinsatzkräfte der Verwaltungsabteilung kontrollierten das „90’s Bar & Restaurant“ am 8. August um 1.30 Uhr. Das Lokal liegt auf dem Songchai Charoensap Market an der Thep-Khunakon-Straße im Ortsteil Nai Mueang des Bezirks Mueang Chachoengsao.

Der Betrieb befindet sich in einem zweistöckigen Gebäude mit großer Halle, Musikbühne, mehreren Servicebereichen und sechs VIP-Räumen im Obergeschoss. Angeboten wurden Speisen, Getränke und Alkohol sowie Musik, Darbietungen und Tanzmöglichkeiten.

Alkoholverkauf nach Mitternacht dokumentiert

Ein Informant bestellte um 00.32 Uhr alkoholische Getränke und bezahlte per Banking-App. Das Geld ging auf ein Konto des Ladenbesitzers. Die Bestellung wurde nach Angaben der Einsatzkräfte als Beweismittel auf Video festgehalten.

Die Ermittler stellten nach eigener Darstellung fest, dass das Lokal auch außerhalb der erlaubten Verkaufszeit geöffnet blieb und Alkohol ausschenkte. Im Genehmigungssystem fanden sie keine Erlaubnis für den Betrieb als Unterhaltungsstätte.

Keine Ausweiskontrollen am Eingang

Am Eingang standen nach den Ermittlungen etwa vier bis sechs Sicherheitskräfte. Ausweise wurden beim Eintritt jedoch nicht kontrolliert, auch eine Überprüfung auf Waffen fand laut den Einsatzkräften nicht statt.

Die VIP-Räume konnten demnach auch nach der Schließung des unteren Bereichs weiter genutzt werden. Einige Besucher kamen wiederholt aus demselben Toilettenraum, woraufhin die verdeckten Ermittler die Vorgänge beobachteten und dokumentierten.

Sieben Vorwürfe gegen den Manager

Die Behörden beschuldigten den Manager, das Lokal ohne Genehmigung als Unterhaltungsbetrieb geführt, Alkohol außerhalb der erlaubten Zeiten verkauft und alkoholische Getränke an Personen unter 20 Jahren ausgeschenkt zu haben. Hinzu kommen Vorwürfe wegen der Förderung unangemessenen Verhaltens von Kindern sowie wegen unzulässiger Werbung oder Verkaufsförderung für Alkohol.

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Weiter aufgeführt wurden der Betrieb eines Lebensmittelverkaufs- oder Lebensmittelaufbewahrungsorts ohne Genehmigung und eine bauliche Veränderung ohne Genehmigung. Der Manager wurde der Ermittlungsbehörde zur weiteren strafrechtlichen Bearbeitung übergeben.

Fünfjährige Schließung vorgeschlagen

Die Einsatzkräfte werteten den Betrieb wegen des Verkaufs von Speisen, Getränken und Alkohol, der Musikangebote und der Tanzmöglichkeiten als Unterhaltungsstätte. Als rechtliche Grundlagen wurden unter anderem die Gesetze über Unterhaltungsbetriebe, Alkoholkontrolle, Kinderschutz, öffentliche Gesundheit und Baukontrolle genannt.

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Wegen der mutmaßlichen Duldung von Drogendelikten soll der Fall außerdem unter dem Befehl Nr. 22/2558 des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung geprüft werden. Dem Gouverneur von Chachoengsao wurde vorgeschlagen, das Lokal für fünf Jahre zu schließen.

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Quelle: Matichon
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