Bangkok rüstet sich gegen Extremregen

Wegen drohender Klimafolgen erhöht Bangkok die Entwässerungsstandards. Ein 5-Jahres-Plan setzt auf neue Regenspeicher.

Bangkok rüstet sich gegen Extremregen
Photo by Dibakar Roy on Pexels

Bangkok, Thailand – Bangkok plant ein neues Entwässerungskonzept für Regenmengen von bis zu 100 Millimetern pro Stunde. Das derzeitige System ist auf rund 76 Millimeter ausgelegt, während Klimamodelle für die Jahre 2046 bis 2065 stündliche Regenmengen von 80 bis 97 Millimetern erwarten. Für Bewohner, ausländische Eigentümer, Mieter und Besucher soll das Projekt die durch heftige Regenfälle verursachten Beeinträchtigungen verringern: überflutete Straßen, erschwerte Wege und vollgelaufene Wohngebiete.

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Bangkok setzt 100 Millimeter als neuen Planungswert

Die Stadtverwaltung Bangkok arbeitet für das fünfjährige thailändisch-japanische Kooperationsprojekt mit der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (Jica) zusammen. Der stellvertretende Gouverneur Bangkoks, Wisanu Sapsompon, leitete am Montag die erste Sitzung des Lenkungsausschusses.

Nach Angaben Wisanus könnten die stündlichen Regenmengen zwischen 2046 und 2065 je nach Klimaszenario um 5,4 bis 27 Prozent steigen. Bangkok legt deshalb 100 Millimeter Regen pro Stunde als Maßstab für die künftige Planung fest.

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Mehr als Entwässerung und Pumpstationen geplant

Der geplante große Entwässerungsplan für Bangkok soll das Entwässerungsnetz und die Pumpleistung ausbauen. Geprüft werden auch zusätzliche Wasserwege, eine bessere Kontrolle des Oberflächenabflusses und der Schutz von Flächen, die Regenwasser aufnehmen können.

Die Stadtverwaltung will damit die Folgen heftiger Regenfälle für den Alltag verringern. Dazu zählen überflutete Straßen, erschwerte Wege und vollgelaufene Wohngebiete.

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Straßen und Parks sollen Regenwasser aufnehmen

Städtische Flächen sollen künftig stärker als Speicher für Regenwasser genutzt werden. Vorgesehen sind durchlässige Oberflächen auf Straßen und Gehwegen, Rückhaltebereiche, Regengärten, unterirdische Speicher und zusätzliche Grünflächen in Parks, Schulen und öffentlichen Gebäuden.

Für einzelne Entwässerungsgebiete sollen Ziele zur Verringerung des Oberflächenabflusses festgelegt werden. Maßstab ist die Wassermenge, die in dem jeweiligen Gebiet reduziert werden kann.

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Neue Vorgaben für Freiflächen werden geprüft

Nach möglichen Vorgaben für Grundstücke und Gebäude könnten mindestens 50 Prozent der offenen Flächen als durchlässige Flächen ausgewiesen werden. Grundlage dafür ist der sogenannte Open Space Ratio.

Die Stadtverwaltung prüft auch Änderungen beim Biotope Area Factor. Diese Vorgabe verlangt, dass ein Teil eines Baugrundstücks als ökologisch grüne Fläche dient. Die Regeln sollen an unterschiedliche Nutzungen angepasst werden.

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„Pink Plan“ soll Wasserstände vor Starkregen senken

Das Projekt untersucht auch den Betrieb von Pumpstationen und Flutschleusen vor erwarteten schweren Regenfällen. Ein Vorschlag sieht vor, an ausgewählten Stationen die Wasserstände in den Kanälen unter die bisherigen Zielwerte zu senken.

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Die Maßnahme trägt den Namen „Pink Plan“. Vor einer Entscheidung will die Stadtverwaltung mögliche Folgen für Wasserqualität, Sedimentmengen und Geruchsbildung prüfen.

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Handbücher sollen Einsätze einheitlicher machen

Die Behörde will Betriebsaufzeichnungen, Wartungsdaten und Checklisten der Stationen auswerten. Daraus sollen klarere Handbücher für den Betrieb und die Reaktion auf Überschwemmungen entstehen.

Bisher hängen Entscheidungen bei Hochwasser stark von der Erfahrung und Einschätzung örtlicher Verantwortlicher ab. Vier Arbeitsgruppen befassen sich mit dem Gesamtplan, den Anlagen, den Vorgaben für Landnutzung und Bauentwicklung sowie Verbesserungen im Betrieb.

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Projekt läuft in zwei Phasen

Die Abteilung für Entwässerung und Abwasser der Stadtverwaltung schlug die Zusammenarbeit im Mai 2023 vor. Jica genehmigte sie im Februar 2024, anschließend folgten Gespräche über den Umfang und gemeinsame Untersuchungen vor Ort.

Das Projekt beginnt mit einer dreijährigen Phase und wird anschließend zwei weitere Jahre fortgesetzt. Fachleute von Jica sollen die Stadtverwaltung technisch beraten.

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Quelle: AseanNow

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