BANGKOK, Thailand – Thailands Einwanderungsbehörde prüft Kinder unter 18 bei der Ausreise strenger: Erwachsene in Begleitung müssen mit einer Geburtsurkunde und meist auch mit einer Einverständniserklärung nachweisen, dass sie zum Kind gehören. Die Regel gilt für alle Kinder mit thailändischer Staatsangehörigkeit, auch wenn ein Elternteil Ausländer ist.
Das gilt für die Ausreise
Verlangt werden ein gültiger Reisepass und eine Geburtsurkunde. Das Original, eine Fotokopie oder ein elektronisches Bild reichen aus.
Die Regel betrifft Kinder mit thailändischer Staatsangehörigkeit. Deshalb fallen auch thailändische Kinder mit einem ausländischen Elternteil darunter.
Wer welche Papiere braucht
Ein ausländischer oder geschiedener Elternteil, der allein mit einem thailändischen Kind ausfliegt, braucht eine Einverständniserklärung des anderen Elternteils.
Ein gesetzlicher Vormund muss eine Kopie des Gerichtsbeschlusses mitführen, der ihn einsetzt. Reist das Kind mit einer anderen Person, verlangt die Behörde eine Erklärung beider Eltern oder des Vormunds.
Erklärung nur vor Beamten, höchstens 60 Tage gültig
Jede Einverständniserklärung muss vor einem Beamten im Bezirksamt oder in einer Botschaft aufgesetzt werden. Sie gilt höchstens 60 Tage.
Schüler auf Sport-, Studien- oder Austauschreisen können stattdessen ein Schreiben ihrer Schule nutzen. Voraussetzung ist, dass die Schule nach den Regeln des Bildungsministeriums die Zustimmung eingeholt hat.
Kampf gegen Kinderhandel und Entführung
Einwanderungschef Polizei-Generalleutnant Nopsin Poonsawat erklärte am 4. November, die Kontrolle prüfe, ob der Erwachsene tatsächlich mit dem Kind verbunden ist. Sie soll Menschenhandel, grenzüberschreitende Kindesentführung und rechtswidrige Ausreisen verhindern.
Die Maßnahmen bauen auf einer Mitteilung der Abflugabteilung des Flughafens Suvarnabhumi vom Sommer auf. Damals führte Thailand die Pflicht zur Geburtsurkunde für reisende Kinder ein.
32 abgelehnte Fälle mit Verdacht auf Netzwerke
In 32 Fällen verweigerte die Behörde die Ausreise. Dokumente und Aussagen weckten dort den Verdacht, dass die Kinder zu Netzwerken gehören, die chinesische Kinder unter falschen thailändischen Vätern registrieren, um die thailändische Staatsangehörigkeit zu erhalten.
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Die Fälle führten zu weiteren Ermittlungen, Festnahmen und Strafverfahren. Zahlen dazu nannte die Behörde nicht.
Was Familien jetzt beachten müssen
Wer mit einem thailändischen Kind ausreist, sollte die Geburtsurkunde und die passende Einverständniserklärung bereithalten.
Die Behörde nennt sie für die meisten Fälle als Pflicht.
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