LAMPHUN, Thailand – Eine verheiratete Thailänderin aus Lamphun wirft ihrem Affärenpartner ein Jahr voller Erpressung, Drohungen und Einschüchterung vor. Der Mann soll ein gefälschtes Konto in ihrem Namen angelegt, intime Bilder veröffentlicht und Aufnahmen an Menschen an ihrem Arbeitsplatz geschickt haben. Am 6. August bat die Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann die Regierung um Schutz.
Gefälschtes Konto brachte Frau um ihren Arbeitsplatz
Nach ihrer Darstellung lernte die Frau den Mann zunächst online kennen.Sie sagte, die Beziehung habe im Februar des Vorjahres begonnen. Später habe er immer mehr Kontrolle über ihr Leben verlangt, regelmäßig Berichte über ihre Aktivitäten gefordert und sie aufgefordert, ihm über den Tag verteilt Fotos zu schicken.
Schließlich soll er ein gefälschtes Konto unter ihrer Identität erstellt und dort intime Bilder veröffentlicht haben. Dabei habe er fälschlich behauptet, die Frau biete sexuelle Dienstleistungen an. Intime Fotos und Videos habe er auch an Menschen aus ihrem Arbeitsumfeld geschickt, woraufhin sie ihre Stelle aufgab.
Treffen in Chiang Mai endet nach drei Tagen
Die Frau erklärte, sie habe den Mann später aufgefordert, die Dateien zu löschen. Er habe dafür eine Reise nach Chiang Mai und eine Geldzahlung verlangt.
Sie sei zu dem Treffen gefahren, doch der Mann habe seine Zusage nicht eingehalten, sagte sie. Nach ihren Angaben zwang er sie zu sexuellen Handlungen und hielt sie drei Tage in Chiang Mai fest, bevor sie nach Hause zurückkehren durfte.
Droht der Mann mit weiteren Veröffentlichungen?
Nach ihrer Rückkehr habe der Mann weiterhin Treffen verlangt. Für den Fall einer Weigerung soll er damit gedroht haben, weiteres intimes Material zu veröffentlichen.
Die Frau sagte, die Vorwürfe hätten sich über etwa ein Jahr hingezogen. Ihr Ehemann habe von der Beziehung gewusst und die Situation akzeptiert. Der Mann soll außerdem Aufnahmen an den Ehemann geschickt haben.
Frau berichtet von Depressionen und Suizidversuch
Die Belastung habe ihre psychische Gesundheit stark beeinträchtigt, sagte die Frau. Sie habe Depressionen und eine Panikstörung entwickelt.
Nach ihren Angaben versuchte sie bereits, sich das Leben zu nehmen.
Vorwürfe gegen Polizei und Drohung gegen Ehemann
Die Frau erklärte, sie habe den Fall bei der örtlichen Polizei melden wollen. Ihre Beschwerde sei jedoch nicht angenommen worden.
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Der Verdächtige soll außerdem gedroht haben, ihren Ehemann zu töten, falls sie rechtliche Schritte einleite.
Regierungsmitarbeiter kündigt Unterstützung an
Die Frau und ihr Ehemann trafen am 6. August Thanakrit Jitareerak, einen Assistenten des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Bei dem Gespräch baten sie um Schutz und staatliche Hilfe.
Thanakrit zeigte sich besorgt um das Wohlergehen der Frau. Er erklärte, mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten zu wollen, um die Frau und ihren Ehemann zu unterstützen.
Ähnlicher Fall aus Bangkok bleibt ohne neues Update
Ein vergleichbarer Fall wurde im Februar des vergangenen Jahres aus Bangkok bekannt. Eine Frau berichtete damals von einer geheimen Online-Beziehung mit einem Mann, den sie über ein Spiel kennengelernt hatte.
Der Mann soll sie kontrolliert, zur Installation von Überwachungskameras in ihrer Wohnung gezwungen und ihr sexuelle Beziehungen zu ihrem Ehemann untersagt haben. Nachdem er gedroht haben soll, sie und ihre Familie zu töten, wandte sich das Paar an eine Nachrichtenagentur; ein weiterer öffentlicher Bericht zu dem Fall ist nicht bekannt.
Hilfsangebote bei seelischer Not
Menschen in seelischer Not können in Thailand rund um die Uhr die Hotline der Samaritans of Thailand unter 02 713 6791 auf Englisch oder 02 713 6793 auf Thai erreichen. Die thailändische Hotline für psychische Gesundheit ist unter 1323 erreichbar.
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Wer sich einsam, gestresst oder depressiv fühlt, sollte sich außerdem an Freunde oder Angehörige wenden und Hilfe suchen.


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