Drei Elefanten sterben an Stromschlag

Im Schutzgebiet Khao Soi Dao dringen 91 Elefanten in bewohnte Gebiete vor. Drei Elefanten starben an illegalen Stromleitungen, während Anwohner auf mehr als vier Millionen Baht Entschädigung warten.

Drei Elefanten sterben an Stromschlag
Matichon

CHANTHABURI, THAILAND – Im Schutzgebiet Khao Soi Dao sind zuletzt 91 wilde Elefanten aus dem Wald in bewohnte Gebiete gezogen. Die Tiere überwinden Gräben und reißen Seilzäune nieder, drei Elefanten starben Ende des vergangenen Jahres an illegal verlegten Stromleitungen. Gleichzeitig warten betroffene Anwohner auf Entschädigungen von mehr als vier Millionen Baht.

91 Elefanten verlassen das Schutzgebiet

Das Wildtierschutzgebiet Khao Soi Dao umfasst mehr als 460.000 Rai und verzeichnet landesweit die größten Probleme mit Elefanten, die den Wald verlassen. Besonders betroffen ist der Tambon Thap Chang, wo sich auf mehr als 81.000 Rai bewohntes Land nach Artikel 121 befindet.

Aus Spuren und Aufnahmen von Kamerafallen geht hervor, dass die Elefanten zunehmend schon am frühen Abend auf Nahrungssuche gehen. Vertreter des Senatsausschusses für natürliche Ressourcen und Umwelt besuchten das Gebiet, um die Arbeit der mobilen Einsatz- und Vertreibungsteams zu prüfen.

Elefanten überwinden Gräben und Seilzäune

Nach Angaben von Rosarin Chaijin, Mitglied des Gemeinderats von Tambon Thap Chang, reichen die vorhandenen Elefantengräben nicht aus. Die Tiere folgen ihren bisherigen Wegen und treten Erde in die Gräben, bis diese flacher werden.

Eine Elefantenkuh soll mit dem Rüssel die Pfosten der Seilzäune herausgezogen haben. Danach gelangten weitere Tiere in die Felder. Die Herden kommen demnach teils mit bis zu 30 Tieren, teils mit sieben bis acht Tieren pro Tag.

Drei Elefanten sterben an Stromzaun

Einige Anwohner verlegen laut den Angaben weiterhin illegal Stromleitungen mit 220 Volt, um Elefanten fernzuhalten. Ende des vergangenen Jahres starben dadurch drei wilde Elefanten.

Auch die Entschädigung für Schäden durch die Tiere kommt nur langsam voran. Allein im Gebiet Khao Soi Dao warten Betroffene auf mehr als vier Millionen Baht, weil die geltenden Verfahren mehrere Schritte umfassen.

Helfer verlangen Drohnen und Verpflegung

Rosarin Chaijin, Mitglied des Gemeinderats von Tambon Thap Chang, treibt die Elefanten jede Nacht zurück. Sie berichtet von Begegnungen auf den Feldern, vor Häusern und während des nächtlichen Kautschukzapfens. Selbst ein kurzer Blick auf einen vorbeigehenden Elefanten könne gefährlich werden.

Die Forstbeamten seien personell zu schwach besetzt und müssten teils zwei bis drei Nächte ohne ausreichenden Schlaf arbeiten. Freiwillige helfen deshalb mit. Ihnen fehlen nach eigenen Angaben Drohnen, um versteckte Elefanten zu finden, sowie Geld für Ausrüstung, Pingpong-Bälle und Verpflegung.

Natürliche Barriere aus Stachelpflanzen vorgeschlagen

Die Vertreter der Anwohner schlagen vor, innerhalb der Elefantengräben drei Reihen der Pflanze „Tao Rang“ zu setzen. Sie gilt als widerstandsfähig und bildet nach dem Abfressen neue Triebe.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Mit zunehmendem Alter entwickeln die Pflanzen Dornen, die Elefanten beim Durchqueren reizen sollen. So könnte neben dem Graben eine weitere natürliche Barriere entstehen.

Komitee fordert Korridore und schnellere Hilfe

Der Senatsausschuss empfiehlt, die Korridore der Elefanten zu untersuchen und zu verbessern, weil die Tiere regelmäßig dieselben Wege nutzen. Im Gebiet nach Artikel 121 gibt es mehr als 7.000 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 80.000 Rai. Im Durchschnitt entfallen rund zehn Rai auf jeden Besitzer.

Lesen Sie auch: Thailand im Klimawandel: Was jetzt noch niemand hören will

Statt Landwirtschaft und Durian-Anbau soll dort der Tourismus in Form von „Safari“ gefördert werden. Zugleich fordert das Komitee, die Entschädigungsverfahren zu beschleunigen: Aus einer Wartezeit von bisher acht Monaten bis zu einem Jahr soll eine Auszahlung innerhalb von höchstens 30 Tagen werden. Die zuständigen Behörden sollen die Abläufe prüfen und der Regierung Änderungen der Regeln vorschlagen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Matichon
Bramburi Pattaya - Futtern wie bei Muttern

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.