BANGKOK/LONDON – Ein fünfwöchiger Thailand-Urlaub brachte einem Londoner eine Mobilfunkrechnung von 159.230,06 Pfund ein. O2 berechnete ihm 27 Gigabyte Datenvolumen, obwohl der Kunde glaubte, einen Roaming-Pass für 7,50 Pfund pro Tag gebucht zu haben.
27 Gigabyte führten zu einer Rechnung von 159.230,06 Pfund
Der Kunde, der nur mit den Initialen B.P. genannt wird, reiste nach Phuket. Dort besuchte er unter anderem den Big Buddha und nahm an einem Gesundheitsprogramm teil, bei dem er Muay Thai trainierte.
Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien Anfang Juli hielt er die Rechnung zunächst für einen Fehler. O2 teilte ihm jedoch mit, dass die Summe auf 27 Gigabyte Datennutzung beruhe und er den vollen Betrag zahlen müsse.
Telefon nur an sechs Tagen genutzt
B.P. sagte, er habe sein Handy während der Reise nur an sechs Tagen benutzt. Wegen der Kosten des täglichen Passes habe er die Nutzung eingeschränkt.
Er war davon ausgegangen, dass der Roaming-Pass ihm im Ausland sein übliches Kontingent für Telefonate, Nachrichten und Daten ohne weitere Gebühren bieten würde. Die unerwartete Rechnung setzte ihn nach eigenen Angaben wegen seines Sanitär- und Heizungsbetriebs unter Druck.
O2 erlässt fast die gesamte Summe
Vor der Abreise hatte B.P. nach eigenen Angaben bei ICE Comms nachgefragt. Der Vermittler, über den sein O2-Vertrag abgeschlossen wurde, habe ihm versichert, dass das Roaming-Paket aktiv sei.
Nach wiederholten Anrufen bei ICE und O2 blieb zunächst offen, warum der tägliche Pass offenbar nicht angewendet worden war. Nach einer Untersuchung durch O2, die nach der Einschaltung der Verbraucherschutz-Kolumnistin Sally Hamilton begann, erklärte der Anbieter, es gebe keinen Vermerk über einen Antrag auf eine freiwillige Ausgabenbegrenzung.
Kunde muss noch etwa 50 Pfund zahlen
Innerhalb von 24 Stunden erklärte sich O2 bereit, fast die gesamte Rechnung zu streichen. Für B.P. blieben zusätzlich zu seiner üblichen Monatsrechnung noch etwa 50 Pfund.
Ein Sprecher von O2 Business sagte, das Unternehmen habe den Fall geprüft, direkt mit B.P. gesprochen und eine Lösung gefunden, mit der der Kunde zufrieden sei. ICE Comms antwortete nicht auf Anfragen; deshalb blieb unklar, ob der Vermittler falsche Angaben gemacht oder eine Anfrage zu Tagespässen nicht bearbeitet hatte.
Roaming vor der Abreise direkt prüfen
Reisende sollten Roaming-Pässe, Datenlimits und Ausgabengrenzen vor dem Abflug direkt bei ihrem Mobilfunkanbieter bestätigen. O2 rät Kunden außerdem, die Kontoeinstellungen und Ausgabenbegrenzungen regelmäßig zu kontrollieren.
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Wer Kosten vermeiden will, kann das mobile Roaming auf wichtige Anwendungen wie Navigation beschränken, kostenloses WLAN nutzen oder eine lokale SIM-Karte beziehungsweise eine eSIM wählen, sofern das Smartphone dies unterstützt. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.


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