Chinese auf Overstay nach Haftbefehl in Pattaya festgenommen

Der 30-Jährige soll ein Betrugsnetzwerk in Thailand gesteuert und Geldflüsse von mehr als 8,8 Millionen Baht organisiert haben. Seine Rückführung nach China wird vorbereitet.

Chinese auf Overstay nach Haftbefehl in Pattaya festgenommen
Matichon

PATTAYA, THAILAND – Die thailändische Polizei hat am 14. August einen 30-jährigen Chinesen namens Zhang in einer Eigentumswohnung in Pattaya festgenommen. Gegen ihn lag in China ein Haftbefehl wegen Betrugs und Geldwäsche vor; in Thailand soll er sich nach Ablauf seiner Aufenthaltsgenehmigung illegal aufgehalten haben.

Festnahme in einer Wohnung in Pattaya

Polizisten der Abteilung zur Bekämpfung schwerer Straftaten und der Einwanderungsbehörde von Chonburi nahmen den Mann in einer Wohnanlage im Stadtgebiet von Pattaya fest. Der Zugriff erfolgte im Bezirk Bang Lamung.

Die thailändischen Behörden arbeiteten dabei mit dem Zentrum zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und illegaler Einwanderung sowie dem Zentrum gegen Online-Betrug zusammen. Gesucht wurde der Mann auf Grundlage eines chinesischen Haftbefehls.

Polizei sieht ihn als Organisator der Geldtransfers

Nach den Ermittlungen soll der Chinese eine führende Rolle in einem Betrugsnetzwerk übernommen haben. Er habe Mitglieder angeworben, Anweisungen gegeben und die Aufgaben innerhalb der Gruppe verteilt.

Die Beteiligten nutzten laut Polizei Bankkonten und Bankkarten aus dem Netzwerk, um erbeutete Gelder zu empfangen, auf andere Konten zu übertragen und anschließend in größeren Beträgen abzuheben. Damit sollten die Geldwege verschleiert und eine Festnahme erschwert werden.

Mehr als 8,8 Millionen Baht Schaden

Die Ermittler stellten fest, dass der Verdächtige in den Jahren 2023 und 2024 nach Thailand reiste und sich dort mit anderen Mitgliedern der Gruppe traf. Thailand soll dabei als Standort für die Steuerung der Betrugsaktivitäten gedient haben.

Nach Angaben der Polizei wurden Konten verschiedener Netzwerkmitglieder abwechselnd für die Überweisungen verwendet. Der ermittelte Geldfluss belief sich auf mehr als 1,8 Millionen Yuan, umgerechnet über 8,8 Millionen Baht.

Flucht über Japan nach Thailand

Als der Mann nach Darstellung der Ermittler mit einem Haftbefehl aus China rechnete, verließ er sein Heimatland über Japan. Seit März 2025 soll er sich in Thailand versteckt haben.

Die Ermittler der zweiten Abteilung der Abteilung zur Bekämpfung schwerer Straftaten erhielten schließlich Hinweise auf seinen Aufenthaltsort in Pattaya. Gemeinsam mit der Einwanderungsbehörde von Chonburi planten sie den Zugriff in der Wohnanlage.

Übergabe an die Einwanderungsbehörde

Bei der Befragung habe der Festgenommene laut Polizei eingeräumt, Thailand als Standort für die Geldwäsche aus dem Betrugsnetzwerk genutzt zu haben. Er habe sich nach der Fahndung chinesischer Behörden in Thailand verborgen.

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Die Beamten übergaben ihn an die Einwanderungsbehörde. Von dort aus soll seine Rückführung nach China vorbereitet werden, damit er sich dort den rechtlichen Verfahren stellt.

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Quelle: Matichon
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