Sechs Beschuldigte nach Zug-Bus-Unglück angeklagt

Bei dem Zusammenstoß am Bahnhof Makkasan starben am 16. Mai acht Menschen, mehr als 30 weitere wurden verletzt. Dem Zugführer wird zudem Methamphetaminkonsum vorgeworfen.

Sechs Beschuldigte nach Zug-Bus-Unglück angeklagt
Matichon

BANGKOK, Thailand – Die Staatsanwaltschaft hat nach dem Zusammenstoß eines Güterzugs mit einem Bus sechs Beschuldigte angeklagt. Bei dem Unglück am Bahnhof Makkasan starben am 16. Mai 2026 acht Menschen, mehr als 30 weitere wurden verletzt. Unter den Angeklagten sind der Zugführer, ein Mitarbeiter der Bahnschranke, der Busfahrer sowie Fahrer von Motorrädern und einem Pick-up.

Zugführer muss sich auch wegen Drogenkonsums verantworten

Gegen den Zugführer Siyamporn wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung, schwerer und körperlicher Verletzungen erhoben. Ihm wird außerdem der illegale Konsum der Droge Methamphetamin vorgeworfen.

Die Vorwürfe stützen sich auf Bestimmungen des thailändischen Strafgesetzbuchs und des Betäubungsmittelgesetzes.

Auch Schrankenmitarbeiter und Busfahrer angeklagt

Der Mitarbeiter an der Bahnschranke, Uthen, muss sich wegen fahrlässiger Handlungen verantworten, die zum Tod sowie zu schweren und körperlichen Verletzungen anderer geführt haben sollen.

Gegen den Busfahrer Laphit lautet der Vorwurf auf fahrlässiges Fahren mit Todesfolge sowie schweren und körperlichen Verletzungen. Ihm wird außerdem vorgeworfen, den Schienenverkehr behindert zu haben.

Drei weitere Fahrer sollen Gleise blockiert haben

Die Staatsanwaltschaft erhob auch Anklage gegen den Motorradfahrer Methasit und den Pick-up-Fahrer Saksri. Beiden wird fahrlässiges Fahren und eine Behinderung des Schienenverkehrs vorgeworfen; dem Motorradfahrer zusätzlich eine körperliche Verletzung, dem Pick-up-Fahrer zusätzlich schwere und körperliche Verletzungen.

Der zweite Motorradfahrer, Aman, wurde ebenfalls wegen fahrlässigen Fahrens mit körperlichen Verletzungen und wegen der Behinderung des Schienenverkehrs angeklagt.

Ermittlungsakte an Staatsanwaltschaft übergeben

Die Polizei des Reviers Makkasan hatte ihre Ermittlungsakte am 24. Juli 2026 an die Staatsanwaltschaft übermittelt und die Anklage der Beschuldigten empfohlen.

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Die Staatsanwaltschaft ordnete anschließend die Anklage aller sechs Beschuldigten vor Gericht an. Der Fall betrifft den Güterzug und den Bus der Linie 206 am Bahnhof Makkasan.

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Quelle: Matichon
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