KOH SAMUI, THAILAND – Die Einwanderungspolizei untersucht den französischen Geschäftsmann Stephane Thierry Bastok wegen des Verdachts, thailändische Strohleute zur Kontrolle von Unternehmen und Land eingesetzt zu haben. Im Mittelpunkt steht unter anderem eine Unterkunft mit zwölf Zimmern, die ohne Hotelgenehmigung betrieben worden sein soll.
Die Untersuchung ist Teil der Aktion „Crackdown on Foreign Nominee Networks, Phase 7“, die unter den Vorgaben des nationalen Polizeichefs, Polizeigeneral Kittirat Phanphet, und Polizeigeneral Samran Nualma, stellvertretender nationaler Polizeichef und Direktor des Zentrums zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität und illegaler Einwanderung, gestartet wurde. Am 15. August 2026 ordnete der Kommissar des Immigration Bureau, Polizeigeneralleutnant Phanumas Boonyalak, über den Kommissar der Immigration Division 6, Polizeimajor-General Chuthares Yingyongdamrongsakul, eine Untersuchung an.
Zwölf Zimmer ohne Hotelgenehmigung
Die Ermittler bringen Bastok mit den Firmen Ida B Co Ltd und IDA B Domain Co Ltd in Verbindung. Beide Unternehmen waren im Landbesitz und im Unterkunftsgeschäft im Ortsteil Lipanoi auf Koh Samui tätig.
Ida B Co Ltd besitzt rund sieben Rai, drei Ngan und 80 Quadrat-Wah Land. Auf dem Grundstück entstand 2021 ein dreistöckiges Gebäude, das später als IDA B Domain mit zwölf Zimmern, Restaurant, eigener Internetseite und täglichen Online-Buchungen für Touristen betrieben wurde.
Behörden finden keinen Hotelbetrieb
Nach Angaben der Beamten lag für den Betrieb keine Hotelgenehmigung des zuständigen Registerführers im Bezirk Koh Samui vor. Einwanderungsunterlagen nach Paragraf 38 des Einwanderungsgesetzes wiesen auf kurze Aufenthalte von Gästen hin.
In einem Antrag für eine Genehmigung für ein gesundheitsgefährdendes Gewerbe wurde der Betrieb dagegen als Vermietung von zwölf Zimmern beschrieben. Die Ermittler stellten außerdem fest, dass Ida B Co Ltd fortlaufende Verluste und keine echten Geschäftseinnahmen gemeldet hatte.
Thai-Anteilseigner sollen nur als Namen gedient haben
Drei thailändische Anteilseigner hielten zusammen 60 Prozent an Ida B Co Ltd. Nach Darstellung der Ermittler waren sie als Restaurantmitarbeiter und Fahrer offenbar nicht in der Lage, eine solche Investition zu finanzieren.
Bei IDA B Domain Co Ltd hielten zwei Thailänder ebenfalls 60 Prozent. Einer von ihnen räumte laut Polizei ein, Angestellter gewesen zu sein und dass sein Name als Direktor sowie zur Bearbeitung von Unterlagen verwendet wurde, ohne dass er die Finanzen der Firma kontrollierte.
Millionenüberweisungen an Bastok
Aus den Firmenkonten flossen den Unterlagen zufolge mehr als 7,7 Millionen Baht an Bastok. Weitere mehr als 1,5 Millionen Baht gingen an seinen Sohn.
Für die Ermittler deutet dies darauf hin, dass Bastok die finanziellen Mittel bereitstellte und beide Unternehmen kontrollierte. Die fünf thailändischen Strohleute sehen sich Vorwürfen nach den Paragrafen 36 und 41 ausgesetzt.
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Franzosen investierten in angebliche Cannabisfarm
Gegen den 74-jährigen Franzosen laufen außerdem getrennte Verfahren. Er soll acht französische Staatsangehörige dazu gebracht haben, jeweils rund 3,3 Millionen Baht in ein Projekt für eine Cannabisfarm zu investieren.
Nach Angaben der Ermittler wurde diese Farm nie gegründet. Die Polizei in Bo Phut und auf Koh Samui hat die Akten zu dem Fall abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Ermittlungen wegen Geschäfts- und Geldwäschevorwürfen
Polizeioberstleutnant Arun Musigim hat gegen Bastok Anzeige nach dem Gesetz über ausländische Unternehmen von 1999 eingereicht. Genannt werden die Paragrafen 8, 36, 37 und 41 sowie das Hotelgesetz von 2004 wegen des Verdachts auf den Betrieb eines Hotels ohne Genehmigung.
Den beiden Unternehmen wird vorgeworfen, einem Ausländer rechtswidrige Geschäfte zu ermöglichen, thailändische Strohleute einzusetzen und ein nicht genehmigtes Hotel zu betreiben.
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Die Einwanderungsbehörde prüft außerdem mögliche Vorwürfe der Geldwäsche. Dabei soll geklärt werden, ob mutmaßlich illegal erwirtschaftetes Geld in die Investitionen floss. Nach Angaben des Leiters der Einwanderungsbehörde Surat Thani, Polizeioberst Naruet Phutthawiro, hatte Bastok zuvor ein Hotel, Gebäude und Land für 300 Millionen Baht zum Verkauf angeboten.


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