PATTANI, Thailand – Eine bewaffnete Gruppe hat am 24. August ein Geschäft in Mayo in der Provinz Pattani überfallen, Kunden und Mitarbeiter hinausgedrängt und den Laden angezündet. Danach war eine laute Explosion zu hören. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Sicherheitsbehörden prüfen den Tatort und verfolgen die Flucht der Täter.
Bewaffnete Gruppe setzt Geschäft in Brand
Der Angriff ereignete sich in einer Filiale im Dorf Ta Bae im Bezirk Mayo. Die Filiale befindet sich in Moo 3, im Unterbezirk Langaan, Provinz Pattani. Mehrere bewaffnete Täter drangen nach ersten Berichten in den Laden ein und zwangen die Menschen im Geschäft, das Gebäude zu verlassen.
Anschließend legten die Täter Feuer. Kurz darauf ertönte eine Explosion, bevor die Gruppe floh. Das Ausmaß der Schäden war zunächst noch nicht bekannt.
Behörden sichern den Tatort
Sicherheitskräfte waren damit beschäftigt, das Gebiet zu kontrollieren und den Tatort zu untersuchen. Sie sammelten Beweise und prüften die Fluchtroute der Täter.
Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten. Weitere Informationen zu den Schäden und zum Ablauf sollten die Untersuchungen ergeben.
Mehr als 51 Tatorte in einer Nacht
Armeesprecher Winthai Suwari bezeichnete die Vorfälle im Süden als gezielte Störungen. Bei mehr als 51 Angriffen in kurzer Folge seien mehrere Orte gleichzeitig betroffen gewesen.
Nach seiner Darstellung zielten die Aktionen vor allem auf Sachbeschädigung und eine psychologische Wirkung. Die Aktionen seien weder gewalttätig noch auf das Leben von Menschen ausgerichtet gewesen. Die große Zahl der betroffenen Orte sollte demnach sichtbare Zeichen setzen und Jugendlichen als Ansporn dienen.
Armee weist Vorwurf eines Hubschrauberangriffs zurück
Verteidigungsminister Adul Boonthamcharoen wies die Armee an, verfälschte Informationen über den Einsatz im Süden schnell zu korrigieren. Dazu gehörte auch der Vorwurf, ein Hubschrauber habe auf Zivilisten geschossen.
Winthai erklärte, Hubschrauber seien für ein solches Ziel bei Nacht und bei sich schnell bewegenden Personen nicht geeignet, weil die Sicht dabei nicht ausreiche. Der Einsatz von Waffen sei im Rahmen der Unterstützung für die Sicherheitsbehörden nur unter den geltenden Regeln möglich, etwa wenn Sicherheitskräfte selbst angegriffen würden.
Zu wenige Kräfte in der Nacht
Armeesprecher Winthai sagte, dass die Aufklärung weiter verbessert werden müsse. In jeder Provinz gebe es zahlreiche Gebiete und Bezirke, während die Zahl der Einsatzkräfte vor allem nachts nicht ausreiche, sagte Winthai.
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Die Provinz Narathiwat sei am stärksten von Vorfällen betroffen. Nach Angaben des Armeesprechers sei die Nachrichtenarbeit dennoch nicht zusammengebrochen. Armeechef Phana Kalpordthuk verlangte weitere Verbesserungen bei der Aufklärung und beim Schutz der Bevölkerung.
Armeesprecher nennt Verbindung zur BRN
Winthai sagte, die meisten Vorfälle im Grenzgebiet stünden mit der Bewegung BRN in Verbindung. Verteidigungsministeriumssprecher Surasan Kongsiri erklärte, die Täter hätten ihre Aktionen offenbar aufeinander abgestimmt.
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Ein verborgenes Ziel sei möglich, lasse sich aber noch nicht benennen. Die Behörden wollen deshalb klären, welche Hauptabsicht hinter der koordinierten Serie von Angriffen stand. Die Ermittlungen laufen weiter.

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