PATTANI, THAILAND – Im Bezirk Panare haben zwei Explosionen die Bevölkerung aufgeschreckt. Außerdem wurden ein Müllwagen und ein Feuerwehrfahrzeug der Gemeinde Phoming angezündet und beschädigt. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.
Zwei Explosionen erschüttern Phoming
Die Sprengsätze detonierten im Tambon Phoming im Bezirk Panare. Die Druckwellen waren in den Häusern der Anwohner zu spüren.
Außerdem wurden ein Müllwagen und ein Feuerwehrfahrzeug der Gemeindeverwaltung angezündet. Die Ermittlungen zu den Schäden und dem genauen Ablauf liefen zunächst weiter.
Streitkräfte vermuten Vergeltung illegaler Netzwerke
Generalleutnant Norathip Poynok, Kommandeur der Vierten Armeeregion und Leiter des Einsatzkommandos für innere Sicherheit in Region 4, brachte die jüngsten Vorfälle mit dem Vorgehen gegen illegale Netzwerke in Verbindung.
Seiner Einschätzung nach könnten Gruppen zurückschlagen, deren Geschäfte durch verstärkte Kontrollen beeinträchtigt wurden. Die jüngsten Vorfälle zielten nach seinen Angaben eher darauf, staatliche Einsätze zu diskreditieren, als Zivilisten oder Beamte direkt anzugreifen.
1.271 Vorfälle seit 2017
In den südlichen Grenzprovinzen Pattani, Yala und Narathiwat wurden von 2017 bis zum 31. Juli 2026 insgesamt 1.271 Unruhefälle registriert. Dabei wurden 3.270 Menschen getötet oder verletzt; die Statistik trennt nicht zwischen Todesfällen und Verletzungen.
Die Zahlen wurden am 23. August veröffentlicht und nach Angaben der Berichterstattung von drei Stellen überprüft. Sie beruhen auf Daten des Verwaltungszentrums für die südlichen Grenzprovinzen und des Südthailand-Nachrichtenzentrums der Isranews Agency.
2026-Zahl gilt nur bis Ende Juli
Für 2017 wurden 175 Vorfälle und 495 getötete oder verletzte Menschen erfasst. 2018 waren es 153 Vorfälle und 319 Betroffene, 2019 insgesamt 120 Vorfälle und 353 Betroffene.
2020 sank die Zahl auf 57 Vorfälle und 209 Betroffene. Danach stieg sie wieder: 83 Vorfälle im Jahr 2021, 94 im Jahr 2022, 163 im Jahr 2023, 170 im Jahr 2024 und 153 im Jahr 2025. Für 2026 wurden bis zum 31. Juli 103 Vorfälle und 245 Betroffene gezählt.
Kontrollen gegen Drogen und Schmuggel
Seit Ende Juli bis Mitte August führten Sicherheitskräfte in den drei Grenzprovinzen umfangreiche Such- und Kontrollaktionen durch. Dabei gerieten auch mutmaßliche Gewalttäter, Drogennetzwerke und Händler illegaler Waren unter Druck.
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Parallel lief die Aktion „90 Tage zur Bekämpfung von Drogen“. Bei einem Einsatz im Bezirk Yarang beschlagnahmten die Behörden Mitte August mehr als zwei Millionen illegale Zigaretten und rund 18 Millionen Baht Bargeld. Der illegale Handel könnte in der Region jeden Monat einen Wert von mehreren hundert Millionen Baht haben.
Norathip sagte, diese Aktivitäten dienten der Finanzierung der Aufstandsbewegung, die ebenfalls Schutzgeld eintreibe.
Armee weist Schüsse aus Hubschrauber zurück
Norathip kündigte an, dass das Region-4-Einsatzkommando jeden Fall prüfen und die Interessen aller Seiten berücksichtigen werde. Sicherheitsoperationen und Strafverfolgung sollten parallel fortgesetzt werden.
Er kündigte an, insbesondere gegen Grenzschmuggel und Drogenhandel weiter strikt vorzugehen.
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Vorwürfe, aus einem Hubschrauber seien Menschen beschossen worden, wies der Armeekommandeur zurück. Hubschrauber und Drohnen seien zwar zur Überwachung von Routen eingesetzt worden, aus der Luft seien aber keine Waffen verwendet und keine Schüsse auf den Boden abgegeben worden.

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