NAN, THAILAND – Überschwemmungen haben in der Provinz Nan 23.827 Haushalte mit 67.129 Menschen getroffen. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul ordnete am 23. August schnelle Hilfe, Entschädigungen und Wiederaufbau an. Gleichzeitig sollen flussabwärts gelegene Gebiete wegen weiterer Starkregen-, Sturzflut- und Erdrutschgefahr sofort Vorsorge treffen.
367 Millimeter Regen in 24 Stunden
Vom 18. bis 21. August fiel in Nan teils sehr starker Regen. Im Unterbezirk Phu Kha im Bezirk Pua wurden innerhalb von 24 Stunden bis zu 367 Millimeter Niederschlag gemessen.
Das Wasser lief schnell ab, Flüsse traten über die Ufer und Erdrutsche wurden ausgelöst. Die Fluten aus höher gelegenen Gebieten strömten in den Nan-Fluss und trafen Gemeinden sowie Wirtschaftsgebiete von Pua über Tha Wang Pha, Mueang Nan und Phu Phiang bis nach Wiang Sa.
Sieben Bezirke betroffen
Insgesamt waren sieben Bezirke, 42 Unterbezirke und 356 Dörfer oder Gemeinden betroffen. Schäden gab es an Verkehrswegen, öffentlichen Versorgungseinrichtungen, im Bildungswesen, im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft.
Die Lage begann sich zwar zu entspannen, doch die Behörden sollen Starkregen, schnell abfließendes Wasser und Erdrutschgefahr weiter eng überwachen. Anutin sprach den Familien und Angehörigen der Verstorbenen sein Beileid aus und wies die Behörden an, ohne Verzögerung Hilfe, Entschädigungen und Unterstützung beim Wiederaufbau zu leisten.
Pumpen und Reparaturen in Nan
Die Katastrophenschutzbehörde und die Provinzverwaltung sollen die Schäden sofort erfassen und den Bewohnern helfen. Wasserpumpen sollen in den Bezirken Pua, Mueang Nan und Wiang Sa sowie in tiefer gelegenen Gebieten eingesetzt werden.
Wo das Wasser zurückgegangen ist, sollen Häuser, Straßen, Brücken, Strom- und Wasserversorgung sowie landwirtschaftliche Flächen rasch wiederhergestellt werden. Das Verkehrsministerium erhielt den Auftrag, beschädigte Straßen, Brücken und andere Infrastruktur zu prüfen und blockierte Strecken mit Maschinen schnell freizuräumen.
Warnungen sollen früher kommen
Das Meteorologische Amt, das Hydro-Informatics Institute und die Agentur für Geo-Informatik und Weltraumtechnologie sollen den Regen in Nan und den flussaufwärts gelegenen Gebieten beobachten. Sie sollen Risikogebiete mit starkem bis sehr starkem Regen auswerten und die Provinzbehörden rechtzeitig informieren.
Die zuständigen Wasserbehörden sollen Menge und Bewegung der Fluten laufend prüfen, vor allem im Bezirk Mueang Nan und in den flussabwärts gelegenen Gebieten. Wenn sich abzeichnet, dass Wasser auf einen Ort zuläuft, soll sofort gewarnt werden, damit die Bewohner Gegenstände sichern, Fahrzeuge umstellen und ältere Menschen, bettlägerige Patienten sowie andere gefährdete Personen in Sicherheit bringen können.
Vorsorge für Gebiete am Yom-Fluss
Sukhothai und weitere Provinzen auf dem Weg der Fluten sollen sich frühzeitig vorbereiten. Das gilt besonders für Gemeinden am Yom-Fluss, tiefer gelegene Gebiete und Orte, die wiederholt überschwemmt wurden.
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Hochwasserschutz- und Entwässerungssysteme, Pumpen, Maschinen, Boote, Personal, Notunterkünfte und Evakuierungswege sollen bereitstehen, bevor Schäden eintreten. Behörden für Bodenschätze und Wasserressourcen sollen Risikogebiete gemeinsam mit lokalen Netzwerken überwachen und rechtzeitig Evakuierungen vorbereiten.
Einheitlicher Einsatz in Nan
Nan steuert die Maßnahmen nach dem Prinzip einer einheitlichen Einsatzleitung. Das Einsatzleitungszentrum der Provinz bündelt die Arbeit aller beteiligten Stellen. Hilfe und Versorgung werden zunächst in den weiterhin kritischen Gebieten eingesetzt.
Wo das Wasser zurückgegangen ist, soll der Wiederaufbau sofort beginnen, damit Personal und Material in noch betroffene Gebiete verlegt werden können. Hindernisse, die örtliche Stellen nicht selbst bewältigen können, sollen an die Regierung gemeldet werden, damit sie Unterstützung bereitstellt.
Entschädigungen bis zum 1. September
Die Provinz will betroffene Gebiete schnell für staatliche Nothilfe freigeben. Lokale Verwaltungsorganisationen wurden zunächst angewiesen, den Lebensunterhalt der Bewohner mit Haushaltswaren, Kleidung und Bettzeug im Gesamtwert von 6.700 Baht zu unterstützen.
Schäden an Wohnhäusern und Arbeitsausrüstung sollen später bearbeitet werden. Die Schadenserfassung und die Sitzungen der Katastrophenhilfekomitees auf Bezirksebene sollen bis zum 26. August abgeschlossen sein, die Entschädigungszahlungen sollen bis zum 1. September erfolgen.

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