SURAT THANI, Thailand – Sicherheitsbehörden wollen die Visa zweier Ausländer auf Koh Samui widerrufen lassen und ihre Abschiebung prüfen. Hintergrund ist ein persönlicher Streit zwischen einem israelischen Restaurantbesitzer und einem französischen Unternehmer, der nach einem Konflikt um eine palästinensische Flagge im Internet eskalierte und Sorgen um den Tourismus auslöste.
Visa-Entzug und Abschiebung werden geprüft
Die Behörden sammeln derzeit Informationen für ein Provinzgremium. Es soll prüfen, ob die Visa des Israelis Jacob und des Franzosen Kevin widerrufen und beide Männer abgeschoben werden.
Als Grund nennen die Sicherheitsbehörden, dass die beiden nicht ausreichend an einer Beilegung des Streits mitgewirkt hätten. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Konflikt weiter eskaliert und die Sicherheit sowie den Tourismus auf Koh Samui beeinträchtigt.
Streit begann wegen einer palästinensischen Flagge
Nach Angaben von Oberst Thitiphong Inwasa am 22. August, dem stellvertretenden Leiter des Einsatzkommandos für innere Sicherheit in Surat Thani, begann der Streit nach einem Besuch eines israelischen Touristen im Samui Exotic Park. Dort kam es zu einem Wortwechsel mit Kevin, der den Park betreibt.
Kevin zeigte anschließend eine palästinensische Flagge und ein Schild, mit dem er Palästinenser willkommen hieß. Jacob forderte ihn später auf, die Flagge zu entfernen. Kevin lehnte das ab, woraufhin der Austausch in sozialen Medien verbreitet wurde.
Gericht verurteilt Jacob auf Bewährung
Der Streit führte zu rechtlichen Schritten. Das Provinzgericht von Samui verhängte gegen Jacob eine Geldstrafe von 5.000 Baht und eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung.
Danach verschärfte sich die Lage weiter. Ein israelischer Influencer mit Wohnsitz in Frankreich setzte 500.000 Baht für Informationen aus, die zu Kevin führen sollten.
Online entstand ein Eindruck
Der Streit verbreitete sich im Internet und führte nach Einschätzung der Behörden zu dem Eindruck, israelische Besucher würden Menschen auf Koh Samui bedrohen. Gleichzeitig entstand der Eindruck, Einheimische seien feindselig gegenüber israelischen Touristen.
Die Sicherheitsbehörden stellten klar, dass es sich ursprünglich um einen persönlichen Konflikt zwischen zwei Männern handelte. Ein Streit zwischen israelischen Touristen und Bewohnern der Insel sei daraus nicht geworden.
Behörden warnen vor religiöser Zuspitzung
Die Behörden warnten davor, den Fall zu einem größeren Konflikt gegen Israel zu machen. Dies könne religiöse oder ethnische Spannungen auslösen.
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Thailand bleibe für Touristen aller Nationalitäten offen, sagte Thitiphong. Ausländer dürften persönliche Auseinandersetzungen jedoch nicht nach Thailand tragen, wenn diese die Sicherheit oder den Tourismus vor Ort beeinträchtigen könnten.
Kontrollen an Park und Wohnorten
Die Polizei von Samui hält seit dem 15. August Kontrollpunkte vor dem Samui Exotic Park und in der Nähe der Wohnorte der beiden Männer aufrecht. Die Maßnahmen sollen weitere Konfrontationen verhindern.
Nach Angaben der Behörden soll der persönliche Streit nicht zu einem größeren Konflikt werden, der den Ruf Koh Samuis als internationales Reiseziel beschädigen könnte.
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Irgendwie habe ich sogar Verständnis, dass die Thailänder den ewigen Konflikt mit seinen Massenmördern auf beiden Seiten(!) aus dem Land heraushalten wollen. Wenn das zwei indirekt Betroffene partout nicht verstehen wollen, müssen sie dann halt wirklich gehen.