PHUKET, Thailand – Vier ausländische Touristen sollen sich geweigert haben, eine Restaurantrechnung über 8.000 Baht zu bezahlen. Als die Gruppe das Lokal verlassen wollte, schaltete sich die Polizei ein. Der Vorfall soll sich am 19. August 2026 in Patong ereignet haben und erregte in sozialen Medien Aufmerksamkeit.
Gruppe soll Rechnung über 8.000 Baht nicht beglichen haben
Nach Angaben der Polizei bestellte ein Tourist aus Saudi-Arabien gemeinsam mit drei Touristinnen aus Marokko Speisen und Getränke in einem Restaurant. Als die Rechnung vorgelegt wurde, sollen sie die Zahlung verweigert haben.
Die Gruppe ging laut Polizei anschließend vom Restaurant weg, ohne die Rechnung zu begleichen. Mitarbeiter baten daraufhin um Hilfe.
Polizei versuchte, den Streit zu schlichten
Beamte der Polizeiwache Patong trafen am Ort des Vorfalls auf die thailändische Beschwerdeführerin, die in dem Restaurant arbeitet. Die Polizei versuchte, zwischen beiden Seiten zu vermitteln.
Die Gespräche führten jedoch zu keiner Einigung. Worum genau es bei dem Streit ging, blieb zunächst unklar.
Beide Seiten zu Ermittler gebracht
Die Polizei brachte die Beschwerdeführerin und die vier Touristen anschließend zu einem Ermittlungsbeamten. Dort sollten formelle Verfahren nach thailändischem Recht stattfinden.
Die Behörden erklärten, der Fall werde nach den gesetzlichen Vorgaben behandelt, damit alle Beteiligten fair berücksichtigt werden.
Was bei Zechprellerei in Thailand drohen kann
Wer in Thailand Speisen oder Getränke bestellt, obwohl er weiß, dass er die Rechnung nicht bezahlen kann, kann sich strafbar machen. Darauf können bis zu drei Monate Haft, eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Baht oder beides stehen. Entscheidend ist unter anderem, ob den Behörden eine von Anfang an bestehende Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsabsicht nachweisen lässt.
Je nach Umständen kann der Vorwurf auch als Betrug bewertet werden. Dann ist eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, eine Geldstrafe von bis zu 60.000 Baht oder beide Strafen vorgesehen. In der Praxis können Betroffene außerdem zur Vernehmung festgehalten werden, die Rechnung und mögliche Schäden begleichen müssen und bei einer Verurteilung zusätzliche Probleme mit ihrem Aufenthaltsstatus bekommen. Die konkrete rechtliche Bewertung hängt vom Einzelfall und den Ermittlungsergebnissen ab.
Lesen Sie auch: Brand-Anschlag nach Israel-Boykott? (Video)
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: