Höhere Steuern gefordert! Milliardenloch in Staatskasse

Thailands Ausgaben steigen deutlich schneller als die Einnahmen. Eine geplante Steuererhöhung sorgt für Diskussionen.

Höhere Steuern gefordert! Milliardenloch in Staatskasse
Bangkok Post

BANGKOK – Thailand hat im Haushaltsjahr 2025 ein Defizit von 760 Milliarden Baht verzeichnet. Im Senat forderten Abgeordnete eine höhere Mehrwertsteuer und eine breitere Steuerbasis. Die Debatte betrifft auch Geringverdiener, die durch eine Steuererhöhung betroffen sein könnten.

Ausgaben übertrafen Einnahmen um 760 Milliarden Baht

Die Regierung nahm im Haushaltsjahr 2025 insgesamt 2,9 Billionen Baht ein. Das waren 13 Milliarden Baht oder 0,46 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Ausgaben beliefen sich auf 3,6 Billionen Baht und stiegen damit um 280 Milliarden Baht oder 8,23 Prozent. Der Bericht wurde am Dienstag nach den Vorgaben des Gesetzes zur Haushaltsdisziplin dem Senat vorgelegt.

Werbeanzeige

Verbindlichkeiten übersteigen Vermögen um drei Billionen Baht

Zum Ende des Haushaltsjahres 2025 verfügte die Regierung über Vermögenswerte von 8,7 Billionen Baht. Ihre Verbindlichkeiten lagen bei 11 Billionen Baht.

Damit überstiegen die Verbindlichkeiten das Vermögen um drei Billionen Baht. Finanzberichte einiger lokaler Verwaltungsorganisationen wiesen Mängel auf.

Senator schlägt Mehrwertsteuer von zehn Prozent vor

Senator Nirat Yookphop sprach sich dafür aus, die Mehrwertsteuer auf zehn Prozent anzuheben. Er räumte ein, dass eine solche Änderung Geringverdiener treffen könnte.

Eine Erhöhung um drei Prozent werde Menschen mit niedrigen Einkommen nicht erheblich belasten, sagte Nirat. Die Zahl der Gering- und Gutverdiener sei ähnlich, doch Gutverdiener hätten deutlich mehr Geld zum Ausgeben.

Werbeanzeige

Steuerbasis soll informelle Wirtschaft erfassen

Senator Khwanchai Saenhiran forderte das Finanzministerium auf, das Steuersystem zu reformieren. Die Steuerbasis solle auch die informelle Wirtschaft umfassen, während digitale Technik die Erhebung verbessern solle.

Ein Vertreter des Ministeriums, Sudtaichai Chaikantuek, erklärte, der Vorschlag zur Mehrwertsteuer passe zum Kurs des Ministeriums. Die Zahlen und Überlegungen Nirat Yookphops könnten bei der Prüfung hilfreiche Hinweise liefern.

Lesen Sie auch: Elefanten in Thailand: Der brisante Streit um Ketten und Haken

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Bangkok Post

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.