NARATHIWAT – Nach mehreren Bombenanschlägen, Brandstiftungen und weiteren Unruhen in den südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani hat die Spezialeinheit Narathiwat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt am 22. August 2026 ab 22.15 Uhr bis zum 23. August um 6 Uhr in der gesamten Provinz Narathiwat.
Militär beruft sich auf Kriegsrecht
Der Befehl wurde von Generalmajor Yotthawut Phuengphak, dem Kommandeur der Spezialeinheit Narathiwat, unterzeichnet. Nach Angaben der veröffentlichten Anordnung dürfen Einwohner die Provinz während des genannten Zeitraums nicht verlassen. In dringenden Fällen muss zuvor eine Genehmigung bei Militär, Polizei, Dorfvorstehern oder Verwaltungsbeamten eingeholt werden.
Die Anordnung stützt sich auf die Befugnisse nach dem thailändischen Kriegsrecht. Militär und zivile Behörden sollen ihre Einsätze zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung verstärken. Die Sicherheitskräfte erhalten dabei unter anderem zusätzliche Befugnisse für Durchsuchungen und Verbote, soweit dies nach Einschätzung der Lage erforderlich ist.


Mindestens 32 Vorfälle bis 21.42 Uhr gemeldet
Das Operationszentrum 4 der südlichen Sicherheitsregion meldete am 22. August bis 21.42 Uhr insgesamt 32 Vorfälle. Davon entfielen 14 auf Yala, 13 auf Narathiwat und fünf auf Pattani. Gemeldet wurden unter anderem Brände an Fahrzeugen und öffentlichen Einrichtungen, brennende Reifen, beschädigte Mobilfunkmasten, mutmaßliche Bomben sowie die Zerstörung von Eigentum.
In Pattani wurde nach Medienberichten unter anderem eine Filiale einer bekannten Convenience-Store-Kette in Bang Pu im Bezirk Yaring angegriffen, geplündert und anschließend in Brand gesetzt. In mehreren Orten sollen außerdem Reifen angezündet worden sein. Die Behörden sperrten verschiedene Tatorte ab und warnten die Bevölkerung davor, sich verdächtigen Gegenständen oder laufenden Einsätzen zu nähern. Die Zahl der Vorfälle und die Schadensbilanz können sich nach Abschluss der Überprüfungen noch ändern.


Sicherheitskräfte erhöhen Bereitschaft
In Yala wurden nach Angaben des Operationszentrums unter anderem brennende Reifen, beschädigte Überwachungskameras und ein Brand an einem Mobilfunkmast registriert. Auch Fahrzeuge einer Gemeindeverwaltung sollen in Brand gesetzt worden sein. In Narathiwat meldeten die Behörden unter anderem Explosionen, Brände an Verwaltungsgebäuden und weitere Angriffe auf die Infrastruktur.
Der Polizeichef der Region 9, Generalleutnant Piyawat Chaloemsri, ordnete eine erhöhte Bereitschaft aller Polizeistationen und Sicherheitskräfte an. Kontrollstellen in Yala und anderen betroffenen Gebieten wurden verstärkt. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, während der Ausgangssperre zu Hause zu bleiben, unnötige Reisen zu vermeiden und verdächtige Gegenstände nicht zu berühren.
Ihre Meinung ist gefragt
Wie bewerten Sie die nächtliche Ausgangssperre nach den zahlreichen Vorfällen im Süden Thailands? Haben Sie ähnliche Sicherheitsmaßnahmen in Ihrer Region erlebt?
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„Haben Sie ähnliche Sicherheitsmaßnahmen in Ihrer Region erlebt?“ Das kenne ich von Deutschland. Bei uns in Deutschland ist jedes Stadtfest, jeder Weihnachtsmarkt und jedes Straßenfest eine Hochrisikoveranstaltung und gesichert mit Sicherheitskräften, Betonpoltern und Stahlhindernissen. Wieso diese Entwicklung? Da zeigen sich Parallelen zwischen Süd-Thailand und Deutschland. Dort wie hier ist es der gleiche Grund den ich jetzt nicht öffentlich erwähnen werde.
Süden geht es nicht um die Religion, wer so etwas behauptet, kennt die Geschichte des Südens nicht! Es geht darum, dass Thailand die autonomen Provinzen annektiert hat und die Proteste niedergeschlagen hat. Den Deckel hat Thasin als PM drauf gemacht, als er die Armee im Süden einmarschieren liess, die dort unten ein Blutbad angerichtet hat! Statt Islamphobie zu verbreiten sollte man sich zuerst informieren, wäre mein Vorschlag.
Da hat jemand so gar keine Ahnung von der Geschichte des Südens. Mit Religion hat das wenig zu tun. Das ehemalige Sultanat möchte einfach zu Malaysia gehören.
Als Nene beim AGT „Zombie“ performte überlegte ich, ob sie bei der Auswahl auch an den tiefen Süden des Landes gedacht hatte.
Ich denke Nene ist eine junge sehr talentierte Gitarrenspielerin die hoffentlich ihren Weg in der Musikbranche finden wird. Obwohl sie sich als Südthailänderin bekennt und darauf auch stolz ist glaube ich nicht, dass die Auswahl ihres Songs mit den Unruhen im Süden von Thailand eine Botschaft ihrerseits sein sollte.
Unglaublich, welche weltbewegenden Sorgen man im thailändischen Ruhestand entwickeln kann! Wenn Oma Erna im Seniorenheim Atemlos anstimmt, ist das vermutlich auch ein codierter Hilferuf an die NASA. Mensch Oskar, manchmal schrammelt ein Mädel einfach nur auf der Gitarre rum, weil der Song rockt!
Durchaus möglich. Für manchen gar nichts anderes vorstellbar.