NAN/SUKHOTHAI, THAILAND – Die Überschwemmungslage in Nan und Sukhothai verbessert sich, doch bis zum Ende der aktuellen Sturmsaison könnten noch sieben bis neun weitere Stürme entstehen. Der Klima- und Katastrophenexperte Seree Supratid erwartet bis Ende August allmählich weniger Regen, mahnt aber für den 25. und 26. August sowie erneut etwa am 29. August zu genauer Beobachtung.
Sieben bis neun weitere Stürme könnten entstehen
Nach Angaben von Seree Supratid haben sich in dieser Saison bisher 18 Stürme gebildet, darunter fünf Taifune. Weitere sieben bis neun Systeme seien bis zum Ende der Saison möglich.
Seree leitet das Zentrum für Klimawandel und Katastrophen an der Rangsit-Universität. Er erklärte, dass trotz der vielen Stürme bisher vergleichsweise wenige nach Thailand gezogen seien.
Starker El Niño verändert die Zugbahnen
Seree führt die geringere Zahl an Stürmen, die Thailand erreicht haben, teilweise auf einen starken El Niño zurück. Historische Daten deuteten darauf hin, dass dieses Wetterphänomen die Wahrscheinlichkeit eines Zuges nach Thailand verringern kann.
Nach seiner Analyse entstehen Stürme bei starkem El Niño weiter östlich. Schwächere Monsun- und Ostpassatwinde, eine nach Norden verlagerte und schwächere Monsunrinne sowie veränderte Hochdruckgebiete können die Wege und die Stärke der Wettersysteme beeinflussen.
Regen nimmt ab, neue Wetterlage bleibt möglich
Die Niederschläge dürften bis Ende August allmählich zurückgehen. Ein Sturmsystem nahe der chinesischen Insel Hainan könnte in mehreren Gebieten jedoch wieder mehr Regen bringen.
Seree erwartet dabei weniger heftige Bedingungen als am 19. August. Das größte Risiko für starken Regen sieht er in den westlichen Landesteilen, im oberen Norden, im oberen Nordosten und im Osten.
Genaue Beobachtung am 25. und 26. August
Die Wetterlage soll am 25. und 26. August besonders aufmerksam verfolgt werden. Erneut sollte die Wetterlage etwa am 29. August genau beobachtet werden.
Seree warnte, dass Stürme und wechselhafte Wetterbedingungen trotz der Besserung in den Überschwemmungsgebieten örtlich wieder mehr Regen bringen können.
Überschwemmungsgebiete bleiben anfällig
Auch wenn sich die Lage in Nan und Sukhothai verbessert, können neue kräftige Regenfälle die Flusspegel und Wasserstände örtlich wieder ansteigen lassen. Besonders gefährdet bleiben tiefer gelegene Gebiete sowie Regionen, in denen der Boden bereits gesättigt ist.
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Die Behörden und Anwohner sollten die Wettervorhersagen und offiziellen Warnungen in den kommenden Tagen aufmerksam verfolgen. Bei starken Niederschlägen können Überschwemmungen und Behinderungen im Straßenverkehr kurzfristig erneut auftreten.

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