BANGKOK – Die Zahl der festgestellten Fälle, in denen ausländische Arbeitskräfte in Thailand verbotene Berufe ausüben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 Prozent gestiegen. Bei landesweiten Kontrollen wurden 1.053 solcher Fälle festgestellt – unter anderem im Straßenverkauf, bei Thai-Massagen, im Friseur- und Schönheitsgewerbe sowie beim Fahren.
1.053 Verstöße bei Kontrollen festgestellt
Die Arbeitsbehörden überprüften im Haushaltsjahr 2026 gemeinsam mit weiteren Stellen die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte im ganzen Land. Die Kontrollen liefen vom 1. Oktober 2025 bis zum 28. Mai 2026.
Insgesamt stellten die Behörden 3.217 Fälle illegaler Beschäftigung fest. Davon entfielen 1.053 Fälle auf verbotene Berufe für ausländische Arbeitskräfte.
Behörden wollen Arbeitgeber stärker kontrollieren
Der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung sieht die Entwicklung mit Sorge, weil sie den Arbeitsmarkt belasten könnte. Er fordert strengere Kontrollen bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte.
Auch Arbeitgeber, die ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Genehmigung oder in verbotenen Berufen beschäftigen, sollen konsequenter belangt werden.Auch ausländische Arbeitskräfte, die ohne Genehmigung arbeiten oder verbotene Berufe ausüben, sollen nach dem Gesetz belangt werden. Hinweise können bei den Arbeitsämtern in allen Provinzen, bei den Arbeitsämtern der Stadt Bangkok in den Bereichen 1 bis 10 oder über die Hotline 1506, Taste 2, gemeldet werden.
Neuer Unterstützungsfonds startet im Oktober
Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts ist die Umsetzung des gesetzlichen Unterstützungsfonds für Arbeitnehmer. Der Fonds wurde nach Artikel 126 des thailändischen Arbeitsschutzgesetzes von 1998 eingerichtet und soll Beschäftigten beim Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis in jedem Fall eine Einmalzahlung sichern.
Finanziert wird er durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Regelung gilt für Betriebe mit mindestens zehn Beschäftigten, sofern sie nicht bereits eine vergleichbare gesetzliche Leistung wie einen Vorsorgefonds anbieten, und tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft.
107.000 Betriebe und 5,7 Millionen Beschäftigte
Nach Schätzung des Rates werden 2026 mehr als 107.000 Betriebe Beiträge in den Fonds einzahlen müssen. Das entspricht 80,7 Prozent aller Betriebe mit mindestens zehn Beschäftigten.
Voraussichtlich werden rund 5,7 Millionen Arbeitnehmer erfasst. Ein Teil der Beschäftigten weiß nach Angaben des Rates bislang noch nichts von den Leistungen des Fonds.
Dürre setzt Beschäftigung in der Landwirtschaft unter Druck
Der Bericht warnt außerdem vor Risiken für Arbeitsplätze in der Landwirtschaft durch das El-Niño-Phänomen. Für Ende 2026 wird eine Verschärfung hin zu einem sogenannten Super-El-Niño erwartet, während in mehreren Regionen bereits weniger Regen und längere Trockenphasen auftreten.
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Vom 1. April bis zum 9. Juli 2026 waren laut dem Bericht fünf Provinzen von Dürre betroffen. Die Dürre betraf 8.646 Rai landwirtschaftlicher Fläche und 4.453 Landwirte.
Vorbereitung auf Folgen für Landarbeiter
Der Rat empfiehlt, die Landwirtschaft auf die Folgen der Trockenheit vorzubereiten. Dazu zählen der Anbau wasserarmer Pflanzen mit gesicherter Nachfrage und eine bessere Bewirtschaftung der Wasserressourcen.
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Langfristig sollen außerdem dürreresistente Pflanzensorten entwickelt werden. Damit sollen Einkommensverluste und Auswirkungen auf die Beschäftigung in der Landwirtschaft begrenzt werden.
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Jetzt werden hier Tipps gegeben, wie man per Hotline und über Arbeitsämter Hinweise auf illegal beschäftigte Ausländer geben kann. Muss das sein?
Der Bericht ist aus einer Thai Publikation übernommen. Und das ist hier in Thailand üblich, ständig auf die Denunzianten Hotlines für „besorgte Bürger“ hinzuweisen.