BANGKOK, Thailand – Die Polizei hat einen Mann aus Myanmar festgenommen, der einen 79-jährigen Ladenbesitzer bei einem Raubüberfall in dessen Haus getötet haben soll. Der Verdächtige wurde einen Tag nach dem Fund der Leiche an einem Kontrollpunkt in Samut Prakan gefasst. Die Beamten stellten eine Goldkette sowie das Mobiltelefon des Opfers sicher.
Verdächtiger an Kontrollpunkt festgenommen
Die Polizei nahm Khun Chit Oo am 25. August in der Provinz Samut Prakan fest. Anschließend brachten die Beamten ihn zur Polizeiwache Prawet, wo er angeklagt und dem Ermittlungsbeamten übergeben wurde.
Nach Angaben der Ermittler wurden eine Goldkette sowie das Mobiltelefon des getöteten Ladenbesitzers sichergestellt. Die weiteren Schritte laufen im Ermittlungsverfahren.
Ladenbesitzer tot in der Küche gefunden
Thawatchai Siwilai betrieb im vorderen Bereich seines Hauses im Unterbezirk Thap Chang im Bezirk Saphan Sung einen kleinen Lebensmittelladen. Am Morgen des 24. August fanden zwei Mitarbeiterinnen den Laden gegen 6 Uhr noch geschlossen vor.Die beiden Frauen arbeiteten im Laden und lebten anderswo.
Die Frauen blickten durch ein Fenster und bemerkten, dass etwas nicht stimmte. Daraufhin riefen sie die Polizei. Die Beamten fanden Thawatchai tot in der Küche im Erdgeschoss. Ein Arzt schätzte den Todeszeitpunkt zunächst auf fünf bis sechs Stunden zuvor.Die Ermittler erklärten später, er habe mehrere Verletzungen am Kopf erlitten.
Spuren führen durch das Haus
Im Haus fanden die Ermittler Spuren der Tat. Diese führten bis zum Schlafzimmer des Opfers. Dort waren Gegenstände durchsucht worden, außerdem war die Glasscheibe eines Schranks zerbrochen.
Die hintere Tür stand offen. Nach Einschätzung der Polizei könnte der Eindringling von der Rückseite in das Haus gelangt sein. Eine Überwachungskamera vor dem Laden war nach oben gedrückt worden.
Tages Einnahmen und Handy verschwunden
Nach Angaben der Polizei fehlten die täglichen Einnahmen des Geschäfts in Höhe von etwa 5.000 bis 6.000 Baht sowie das Mobiltelefon des Opfers. In der Nähe der Leiche fanden die Beamten außerdem einen zerbrochenen Stößel und einen Mopgriff, die als mögliche Tatmittel untersucht werden.
Die beiden Mitarbeiterinnen erkannten den Verdächtigen auf einem Foto wieder. Sie sagten den Ermittlern, dass er früher regelmäßig im Laden eingekauft habe, seinen Namen kannten sie jedoch nicht.
Polizei rekonstruiert den Ablauf
Aufnahmen der Überwachungskamera sollen zeigen, dass der Verdächtige gegen 22 Uhr allein eintraf und das Haus mit der Absicht betrat, nach Wertgegenständen zu suchen. Thawatchai schlief laut Polizei in einem Schlafzimmer im Erdgeschoss, wachte wegen ungewöhnlicher Geräusche auf und ging mit einer Taschenlampe und einem langen Stock zur Selbstverteidigung.
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Der Verdächtige soll sich zunächst versteckt und sich anschließend in Richtung Küche bewegt haben. Dort kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der Thawatchai ums Leben kam. Nach Darstellung der Polizei floh der Mann durch die Rückseite des Hauses, wechselte seine Kleidung und entsorgte die blutverschmutzten Kleidungsstücke in einem Mülleimer nahe seiner Unterkunft.
Verdächtiger kannte Gegend und Tagesablauf
Die Ermittler gehen davon aus, dass Khun Chit Oo früher in einem inzwischen geschlossenen Apartment hinter dem Haus des Ladenbesitzers lebte. Später soll er in eine andere Unterkunft in Bangkok gezogen sein.
Nach Einschätzung der Polizei kannte der Verdächtige die Gegend und den täglichen Ablauf des Opfers. Thawatchai hatte den Laden gewöhnlich von etwa 4 Uhr morgens bis 22 Uhr geöffnet. Seine Frau hielt sich zum Tatzeitpunkt in den USA auf, wo sie ihre Tochter besuchte.
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