Rauchen wird bald teurer in Thailand

Mehr als 95 Prozent der Zigaretten kosten derzeit höchstens 72 Baht. Eine Einheitssteuer soll Preisverzerrungen verringern.

Rauchen wird bald teurer in Thailand
KI generiertes Symbolbild

BANGKOK, Thailand – Thailands Verbrauchsteuerbehörde plant eine einheitliche Zigarettensteuer, weil das bisherige Zwei-Stufen-Modell den Markt verzerrt. Mehr als 95 Prozent der Zigaretten werden derzeit zu Preisen von höchstens 72 Baht pro Packung verkauft

Mehr als 95 Prozent der Zigaretten unter der 72-Baht-Grenze

Nach dem derzeitigen System werden Zigaretten bis einschließlich 72 Baht pro Packung mit 25 Prozent besteuert. Für teurere Packungen gilt ein Steuersatz von 42 Prozent.

Viele Unternehmen halten ihre Preise deshalb bei 72 Baht oder darunter. Nach Angaben des Leiters der Verbrauchsteuerbehörde, Pornchai Thiraveja, konzentrieren sich dadurch mehr als 95 Prozent der Zigaretten auf dieses Preissegment.

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Ein Steuersatz soll die Verzerrung beenden

Die geplante Einheitssteuer soll die Verzerrungen des bisherigen Systems verringern. Pornchai erklärte, die zwei Steuersätze hätten das Verhalten der Verbraucher und die Preisentscheidungen der Unternehmen beeinflusst.

Die Behörde hält einen einheitlichen Satz für besser geeignet, um Steuern effizienter einzuziehen und gleiche Bedingungen für Unternehmen im Zigarettenmarkt zu schaffen.

Richtung der Reform soll bis Oktober 2026 klarer werden

Die öffentliche Anhörung zur geplanten Einheitssteuer ist abgeschlossen. Nun prüft die Verbrauchsteuerbehörde wissenschaftliche Studien und weitere Forschungsergebnisse.

Anschließend soll der Vorschlag dem Finanzministerium vorgelegt werden. Die politische Richtung der Reform soll bis Oktober 2026 klarer werden.

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Exportzigaretten sollen zuerst besteuert werden

Mit einer weiteren Regel will die Behörde ein Schlupfloch beim Zigarettenexport schließen. Für Ware, die für den Export bestimmt ist, soll künftig zunächst Verbrauchsteuer gezahlt werden.

Exporteure könnten die Steuer später zurückfordern, wenn sie dem Zoll nachweisen, dass die Zigaretten tatsächlich ausgeführt wurden. Die bisherige Steuerbefreiung würde damit durch das Prinzip „erst zahlen, später erstatten“ ersetzt.

Grenzhandel in Sangkhla Buri gilt als Risiko

Die Neuregelung soll verhindern, dass steuerfreie Exportzigaretten wieder nach Thailand gelangen und dort ohne Steuer verkauft werden. Pornchai verwies auf den Bezirk Sangkhla Buri als Beispiel für diese Gefahr.

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Das Gebiet ist ein wichtiger Grenzhandelsplatz. Die natürliche Grenze erstreckt sich dort über mehr als 100 Kilometer und bietet damit Möglichkeiten, Exportzigaretten zurück ins Land zu schmuggeln.

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Neue Regeln sollen bis Ende 2026 gelten

Der Vorschlag zur Exportsteuer befindet sich derzeit in einer 30-tägigen öffentlichen Anhörung. Danach will die Behörde die Regeln weitere 30 Tage lang auf Grundlage der eingegangenen Rückmeldungen überarbeiten.

Die Maßnahme soll bis Ende 2026 in Kraft treten. Zusammen mit strengeren Prüfungen bei der Steuererstattung soll das die finanziellen Risiken der Rückführung von Exportzigaretten in den Binnenmarkt erhöhen und sie weniger lohnend machen. Nach Einschätzung der Behörde würden Vorauszahlungen die finanzielle Belastung für illegale Händler erhöhen, weil Geld bis zur möglichen Erstattung gebunden wäre.

Ermittler verfolgen Schmuggelwege bis zur Grenze zurück

Die Verbrauchsteuerbehörde will bei Kontrollen stärker mit Daten arbeiten. Illegale Produkte sollen von Grenzgebieten über Lager und Verteiler bis zu den Verkaufsstellen verfolgt werden.

Statt überall nach demselben Muster vorzugehen, sollen die Kontrollen an den jeweiligen Ort und die betroffene Gruppe angepasst werden. Als Beispiel nannte Pornchai Untersuchungen leerer Zigarettenpackungen durch private Unternehmen.

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Fast 70 Prozent illegale Ware in Samut Sakhon

Eine Untersuchung in Samut Sakhon im Zuständigkeitsbereich des Regionalbüros 7 ergab, dass der Anteil illegaler Produkte dort fast 70 Prozent betrug.

Die Behörde nutzte die Daten für Rückverfolgungen. Die Ermittler begannen bei Verkaufsstellen und verfolgten die Lieferwege über strategische Verteilerzentren in Ayutthaya und Ratchaburi bis zu den Schmuggelquellen an der Grenze.

35.739 Fälle in den ersten elf Monaten

In den ersten elf Monaten des Haushaltsjahres 2026 registrierte die Verbrauchsteuerbehörde 35.739 Fälle. Das waren 5,84 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die geschätzten Geldstrafen beliefen sich auf 6,27 Milliarden Baht und lagen damit 14,98 Prozent höher. Auf Tabakwaren entfiel die größte Zahl der festgestellten Verstöße; in dieser Kategorie stieg die Zahl der Fälle um 32,68 Prozent.

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Behörde will Schmuggel teurer und schwerer machen

Pornchai erklärte, das Ziel bestehe nicht darin, im kommenden Jahr noch mehr Fälle zu melden. Illegale Produkte sollen gar nicht erst auf den Markt gelangen, während Steuertricks teurer und Verstöße leichter erkennbar werden sollen.

Gleichzeitig sollen legal arbeitende Unternehmen ihre Geschäfte führen und mehr exportieren können. Was sich bei der Einheitssteuer ändert, soll bis Oktober 2026 klarer werden; die Exportregel ist bis Ende 2026 vorgesehen.

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Quelle: Nation (Business) Thailand

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