KAMPHAENG PHET, THAILAND – Ein 14-jähriger Schüler hat am 2. September auf dem Gelände der Wachiraprakan-Witthaya-Schule in Kamphaeng Phet etwa neun Schüsse abgegeben. Durch die Schüsse wurde niemand verletzt, der Jugendliche konnte sofort festgesetzt werden. Der Unterricht läuft zunächst online weiter, während die Behörden nach den Hintergründen suchen.
Neun Schüsse auf dem Schulgelände
Der Schüler der neunten Klasse kam in Freizeitkleidung auf das Gelände und feuerte gegen 14 Uhr mit einer Schusswaffe. Nach Angaben des Gouverneurs von Kamphaeng Phet zielte er nicht auf bestimmte Personen, sondern schoss in die Luft, offenbar zur Einschüchterung.
Die Schule in Nakhon Chum im Bezirk Mueang Kamphaeng Phet besuchen etwa 1.700 Schüler. Einsatzkräfte nahmen den Jugendlichen unmittelbar nach dem Vorfall fest. Durch die Schüsse gab es keine Verletzten oder Todesopfer.

Lehrer verletzt sich bei der Flucht
Sportlehrer Worawut Duangsap hielt sich nach eigenen Angaben gerade in einem Sportraum auf, als er mehrere Schüsse vor dem Gebäude hörte. Schüler rannten in Panik davon und forderten ihn auf, ebenfalls zu fliehen.
Der Lehrer lief hinter das Gebäude und kletterte über einen Stacheldrahtzaun. Dabei stürzte er und zog sich Verletzungen an Ellbogen und Arm zu.
Jugendlicher war vom Unterricht freigestellt
Der 14-Jährige befand sich bereits in einer befristeten Unterrichtspause. Nach Angaben der Schule hatten die Eltern in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu den Verantwortlichen aufgenommen, weil es beim Jugendlichen Anzeichen für eine Depression gegeben habe.
Die Schule steht nach eigenen Angaben weiter in engem Kontakt mit der Familie und dem Klassenlehrer. Es gebe Hinweise auf möglichen Stress und mehrere mögliche Faktoren, die nun geprüft werden sollen.
Fachleute sollen die Hintergründe klären
Die Behörden wollen die Hintergründe gemeinsam mit einem interdisziplinären Fachteam untersuchen. Erst danach soll feststehen, was zu dem Vorfall geführt hat.
Die Schulleitung war zum Zeitpunkt der Schüsse in einer Besprechung. Direktorin Chutamas Wongkhiao sagte, sie habe aus dem Fenster gesehen und den Vorfall auf dem Schulgelände erkannt. Innerhalb von weniger als 30 Minuten sei der Jugendliche unter Kontrolle gewesen.
Unterricht bis Freitag online
Nach dem Vorfall überprüften die Lehrer die Anwesenheit aller Schüler. Anschließend durften die Kinder und Jugendlichen nach Hause gehen. Die Spurensicherung soll noch weitere Beweise auf dem Schulgelände sichern.
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Die Schule stellt den Unterricht zunächst für zwei Tage auf Online-Unterricht um. Am Montag sollen die Schüler wieder regulär zurückkehren, nachdem die Einsatzkräfte das Gelände geräumt haben.

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