BANG LAMUNG – Eine 48-jährige Lehrerin ist am Mittwoch in einem Kindergarten im Bezirk Bang Lamung erschossen worden. Als Tatverdächtiger gilt ihr Ehemann beziehungsweise Lebensgefährte, ein Polizeibeamter. Die 44 Kinder der Einrichtung wurden unverletzt evakuiert.
Polizei umstellt Wohnhaus des Verdächtigen
Die Tat ereignete sich gegen 11 Uhr in der kommunalen Kindertagesstätte von Nong Pla Lai. Nach Angaben von Thairath, ASEAN Now und Khaosod English wurde die Frau im Gebäude der Einrichtung tödlich getroffen. Die Polizei habe den Tatort abgesperrt und die Ermittlungen aufgenommen.
Der mutmaßliche Schütze soll anschließend zu seinem Wohnhaus geflüchtet sein. Dieses liegt nach den bisherigen Berichten rund drei Kilometer vom Kindergarten entfernt. Polizeichef Sarawut Nuchnarat habe die Einsatzkräfte vor Ort geleitet und versucht, den Verdächtigen zur Aufgabe zu bewegen. Zum Zeitpunkt der Berichte hatte er sich noch nicht ergeben. Ein Motiv ist bislang nicht offiziell bestätigt.

Kinder und Mitarbeiter wurden evakuiert
Die Einsatzkräfte brachten alle 44 Kinder aus dem Gebäude. Nach Angaben der Zeitung Ban Muang blieben sie ebenso wie die anwesenden Lehrkräfte und Mitarbeiter körperlich unverletzt. Einige Kinder sollen nach dem Schuss in Angst geraten sein.
Der Gouverneur der Provinz Chonburi ordnete die sofortige Schließung der Einrichtung an. Für die Kinder und die Mitarbeiter sollten psychologische Hilfen organisiert werden. Die Polizei untersuchte den Tatort und suchte weiter nach Beweisen zum Ablauf der Schüsse und zum Verhältnis zwischen dem Verdächtigen und der getöteten Lehrerin.
Erinnerung an das Massaker von Nong Bua Lamphu
Der Vorfall erinnert an das Massaker in einem Kinderbetreuungszentrum in der Provinz Nong Bua Lamphu im Oktober 2022. Der frühere Polizist Panya Khamrab griff damals eine Einrichtung in Uthai Sawan an. Nach damaligen Behördenangaben wurden 36 Menschen getötet, darunter 24 Kinder. Anschließend tötete er seine Frau, seinen Sohn und sich selbst.
Der Ort dieses früheren Massakers wird gelegentlich fälschlich mit Mae Hong Son verwechselt. Mae Hong Son und Nong Bua Lamphu sind jedoch unterschiedliche Provinzen. Zwischen den Fällen gibt es einen wichtigen Unterschied: In Nong Bua Lamphu wurden zahlreiche Kinder getötet, während in Chonburi nach bisherigem Kenntnisstand nur die Lehrerin ums Leben kam und alle Kinder rechtzeitig in Sicherheit gebracht wurden.


Ermittlungen laufen
Die Berichte von Ban Muang, Thairath, ASEAN Now und Khaosod English bestätigen übereinstimmend den Tatort, den Tod der Lehrerin, die Evakuierung der 44 Kinder und den Polizeieinsatz am Wohnhaus des Verdächtigen. Einzelne Angaben zum Namen der Getöteten und zu einem möglichen Eifersuchtsmotiv sind bislang nicht durch eine abschließende offizielle Mitteilung bestätigt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf den genauen Tathergang, die Beziehung zwischen Opfer und Verdächtigem sowie den weiteren Verbleib des Polizeibeamten. Die Schule bleibt zunächst geschlossen.
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