PATTAYA, THAILAND – Ein Polizeibeamter soll am frühen Samstagmorgen in einem Apartment in Pattaya acht Schüsse aus einer 9-Millimeter-Pistole abgegeben haben. Die Polizei nahm den Beamten und vier Frauen vor Ort zur Befragung und für Drogentests mit. Verletzt wurde niemand.
Acht Schüsse im dritten Stock
Der Vorfall wurde am 19. September um 5.36 Uhr aus einem Apartment in Soi Yensabai in Süd-Pattaya gemeldet. Polizisten riegelten den Bereich ab, weil sie den Mann für bewaffnet hielten.
Im Zimmer im dritten Stock fanden die Beamten mehrere Einschussstellen in Wänden und Decke. Die 9-Millimeter-Pistole wurde sichergestellt.
Polizeisergeant und vier Frauen festgehalten
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen Polizeisergeant der Polizeiwache Bang Lamung. Sein Name wurde nicht veröffentlicht.
Vier Frauen im Alter von etwa 18 bis 25 Jahren wurden ebenfalls zur Befragung mitgenommen. Der stellvertretende Inspektor für Kriminalprävention und -bekämpfung an der Polizeiwache Pattaya City, Polizeileutnant Sontaya Khonsap, führte die Beamten zum Einsatzort.

Zeugen berichten von einem aufgebrachten Mann
Nach Angaben des Hausbetreuers und eines Helfers namens Ta sollen Menschen aus dem Zimmer alarmiert haben, weil der Beamte unter dem Einfluss einer unbekannten Substanz gestanden habe. Er soll gezittert, sich aggressiv verhalten und gedroht haben, Gegenstände im Zimmer zu beschädigen.
Als mehrere Personen die Lage beruhigen wollten, soll der Beamte eine Pistole unter einem Kissen hervorgeholt und achtmal gefeuert haben. Die Menschen im Zimmer flohen anschließend und riefen die Polizei.
Dada, 32, die jüngere Schwester des Hausbetreuers, sagte, eine der Frauen habe den Beamten zuvor nach oben geholt. Sie sei aus Sorge um ausländische Gäste auf den oberen Etagen gefolgt und habe ihn zitternd und aufgebracht mit einer Schusswaffe gesehen.
Vorwürfe gegen den Beamten
Eine der Frauen sagte der Polizei, der Beamte habe eine Beziehung mit einer weiteren Frau namens Bam, die ebenfalls im Zimmer gewesen sei. Nach ihrer Darstellung verließ er das Apartment zunächst, um eine als „Pork K“ bezeichnete Substanz zu holen, und kehrte später offenbar berauscht zurück.
Die Frau beschuldigte ihn, versucht zu haben, die Frauen sexuell zu belästigen, und Bam angegriffen zu haben. Die vier Frauen erklärten außerdem, dass im Zimmer Drogen konsumiert worden seien, darunter Ketamin und „Pork K“. Sie räumten laut Polizei eigenen Drogenkonsum ein.

Polizei prüft Selbstverteidigung und Drogennachweise
Der Beamte soll erklärt haben, er habe aus Selbstverteidigung gefeuert. Menschen seien in das Zimmer eingedrungen, und er habe fälschlicherweise geglaubt, sie wollten ihm etwas antun.
Die Ermittler untersuchen nun diese Darstellung, die Einschussstellen und die Waffe. Auch eine elektronische Zigarette wurde im Zimmer gefunden. Ob sie Ketamin oder eine andere kontrollierte Substanz enthielt, war zunächst offen.
Urintests für alle Beteiligten
Die Polizei will bei allen Beteiligten Urintests durchführen. Die Ergebnisse des Beamten standen noch aus, während die vier Frauen laut Polizei ihren Drogenkonsum bereits eingeräumt hatten.
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Falls bei dem Polizeisergeant illegale Drogen nachgewiesen werden, drohen ihm disziplinarische und rechtliche Schritte. Weitere Angaben sollen nach dem Fortgang der Ermittlungen veröffentlicht werden.
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