SAMUT SONGKHRAM – Ein neugeborener Junge ist am 19. September 2026 in einer Tempeltoilette in einem Rucksack gefunden worden. Seine Nabelschnur war noch nicht durchtrennt. Ein Fischer hörte das Weinen des Babys und alarmierte die Polizei.
Neugeborenes lag in einem schwarzen Rucksack
Polizisten fanden den Jungen in der Toilette hinter dem Wat Si Satthatham im Bezirk Muang im Unterbezirk Khlong Khen. Er war in ein rosafarbenes Handtuch gewickelt und in einen schwarzen Schulrucksack mit der Aufschrift „ULTRAMAN COSMOS“ gelegt worden.
Nach Angaben der Beamten war das Baby offenbar kurz zuvor geboren worden. Die Nabelschnur war noch mit dem Bauchnabel verbunden.
Fischer hört erneut das Weinen
Der 49-jährige Somchai Nilawat war nach eigenen Angaben zum Fischen und Garnelenfangen unterwegs. Gegen 22.15 Uhr kam er erstmals an der Toilette vorbei und hörte ein ungewöhnliches Geräusch, dachte sich aber zunächst nichts dabei.
Etwa 30 Minuten später ging er auf demselben Weg zurück und hörte weiterhin ein Geräusch, das wie das Weinen eines Babys klang. Weil die Toilette völlig dunkel war, öffnete er die Tür und entdeckte den Jungen.
Rettungskräfte bringen den Jungen ins Krankenhaus
Somchai verständigte sofort die Polizei. Der stellvertretende Ermittlungsinspektor Phonanan Santivimon von der Polizeistation Muang Samut Songkhram traf gegen 22.45 Uhr mit Rettungskräften der Sappharachain Samut Songkhram Foundation am Tempel ein.
Die Helfer versorgten das Baby zunächst vor Ort. Anschließend brachte ein medizinisches Notfallteam des Somdet-Phra-Phutthalertla-Krankenhauses den Jungen zur weiteren Behandlung in die Klinik.
Polizei prüft mehrere Möglichkeiten
Wer das Kind in der Toilette zurückließ, war nach den ersten Ermittlungen noch nicht geklärt. Die Polizei prüft unter anderem, ob die Mutter eine Jugendliche aus der Gegend oder eine Arbeitsmigrantin mit ungeplanter Schwangerschaft sein könnte.
Auch eine Frau, die heimlich entbunden und das Baby aus Angst vor rechtlichen Folgen zurückgelassen haben könnte, wird als Möglichkeit genannt. Die Beamten betonen, dass keine dieser Annahmen bestätigt ist.
Überwachungskameras sollen Hinweise liefern
Ermittler überprüfen Aufnahmen von Überwachungskameras an nahe gelegenen Orten und entlang der umliegenden Wege. Damit soll die Person gefunden werden, die den Jungen am Tempel zurückließ.
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Sollte ein Verdächtiger identifiziert werden, will die Polizei ihn befragen und anschließend nach dem Gesetz vorgehen.

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