BANGKOK – Thailand verfügt nach Angaben des Energieministeriums über genug Diesel für Haushalte und Unternehmen. Trotz stark gestiegener Weltmarktpreise soll der Ölfonds die Verbraucher weiter entlasten, damit die höheren Kosten weniger auf die Lebenshaltung durchschlagen.
Dieselreserven reichen für die Nachfrage
Veerapat Kiatfuengfoo, stellvertretender Staatssekretär für Energie und Sprecher des Ministeriums, sagte am 24. September 2026, die heimischen Dieselreserven deckten den Bedarf von Bevölkerung und Wirtschaft. Die Behörden beobachteten zugleich die starken Schwankungen auf dem Weltmarkt.
Die globale Energiekrise wirke sich direkt auf die Kosten aus, sagte Veerapat. Er bat die Bevölkerung um Verständnis für den Druck, der hinter der aktuellen Preislage steht.
Ölfonds und B20 sollen Kosten dämpfen
Das Ministerium will den Ölfonds weiter einsetzen, um die Preise zu steuern und die Belastung der Haushalte zu begrenzen. Geplant sind auch niedrigere Preise an den Raffinerietoren.
Die Behörden wollen außerdem den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie B20 fördern. Damit soll der Einfluss der internationalen Preisentwicklung auf die Verbraucher kleiner ausfallen.
Raffinerien verknappen das Dieselangebot
Der starke Anstieg der Dieselpreise lasse sich nicht allein mit den Rohölpreisen erklären, sagte Veerapat. Eine geringere Raffineriekapazität und weniger Diesel auf den internationalen Märkten hätten das Angebot verengt.
Die knappe Versorgung treibe die Preise rasch nach oben. Auch politische Entwicklungen in großen Förderländern sorgten laut Ministerium für zusätzliche Unsicherheit.
USA erwägen laut Berichten Exportbeschränkung
Die Einschätzung des Ministeriums verwies auf Berichte, wonach Donald Trump ein Aussetzen der Diesel-Ausfuhren erwägen könnte, um die heimischen Energiepreise zu kontrollieren. Der Dieselpreis in den USA liege bei 6,50 US-Dollar je Gallone und damit 75 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das Ministerium bezifferte den ungefähren Gegenwert auf 57,15 Baht je Liter. Eine mögliche Exportbeschränkung könnte die Lage auf dem internationalen Markt weiter beeinflussen.
Russisches Exportverbot könnte bis 31. Oktober gelten
Russland dürfte das Verbot für Diesel-Ausfuhren durch Produzenten nach Einschätzung des Ministeriums um einen weiteren Monat bis zum 31. Oktober 2026 verlängern. In Kraft ist das Verbot demnach seit dem 8. Juli 2026.
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Mehrere russische Raffinerien hätten nach ukrainischen Angriffen noch nicht wieder den normalen Betrieb aufgenommen. Russland exportierte 2025 nach Angaben des Ministeriums täglich 813.000 Barrel Diesel. Der Wegfall dieser Mengen erhöhe den Druck auf das weltweite Angebot.
Ministerium bittet um sparsamen Energieverbrauch
Das Energieministerium rief die Bevölkerung dazu auf, Energie sparsam zu nutzen. Gleichzeitig will es mit dem Ölfonds und weiteren Maßnahmen die Folgen des internationalen Preisdrucks für die Lebenshaltung begrenzen.
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