MOSKAU, RUSSLAND – Thailand und Russland planen für 2027 Kulturveranstaltungen zum 130. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Bei Gesprächen der Kulturminister am 22. September ging es darum, ein bestehendes Abkommen in konkrete Programme umzusetzen. Thailand verbindet mit der Zusammenarbeit auch die Hoffnung auf mehr russische Besucher und zusätzliche Einnahmen für Kulturschaffende.
Planungen für das Jubiläumsjahr 2027
Thailands Kulturministerin Sabida Thaised traf in Moskau ihre russische Amtskollegin Olga Lyubimova im russischen Kulturministerium. Im Mittelpunkt standen die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr und die weitere kulturelle Zusammenarbeit.
Beide Seiten berieten, wie bestehende Vereinbarungen in praktische Angebote für 2027 münden können. Das thailändische Kulturministerium erklärte, die Gespräche hätten auf konkrete Aktivitäten gezielt.
Abkommen umfasst Kunst, Musik und Museen
Das geltende Kulturabkommen sieht den Austausch von Fachkräften, Unterstützung für darstellende Kunst und Musik sowie eine Zusammenarbeit zwischen Museen vor. Auch weitere kulturelle Austauschprojekte sind darin vorgesehen.
Die Minister erörterten, wie sich diese Bereiche für das Jubiläumsjahr ausbauen lassen. Damit soll die bestehende Vereinbarung mit konkreten Programmen gefüllt werden.
Thailand schlägt Ausstellungen und Fachkräfteaustausch vor
Thailand regte einen breiteren Wissens- und Berufsaustausch in Kunst und Kultur an. Dazu könnten Sonderausstellungen aus Russland in Thailand gehören.
Die thailändische Delegation erklärte sich bereit, die Zusammenarbeit in allen angesprochenen Bereichen zu unterstützen. Nach Angaben des Ministeriums sollen die Austauschprojekte Menschen in beiden Ländern Gelegenheit geben, ihre Fähigkeiten zu zeigen, Wissen weiterzugeben und an internationalen Aktivitäten teilzunehmen.
Thailand erwartet Impulse für Tourismus und Einkommen
Das thailändische Kulturministerium erwartet, dass engere Kulturkontakte Arbeitsplätze und berufliche Chancen schaffen sowie Künstlern, Kunsthandwerkern, Unternehmern und Fachkräften in der Kreativ- und Kulturbranche höhere Einnahmen bringen. Die Zusammenarbeit solle Thailand auch als Ziel für Kulturtourismus stärken und mehr russische Besucher ins Land locken.
Russland ist für den thailändischen Tourismus seit Langem ein wichtiger Herkunftsmarkt, vor allem für Strandziele und große Städte. Das Ministerium hofft, dass die kulturellen Verbindungen den Tourismus ergänzen und langfristig auch Gemeinden zugutekommen. Ein Anstieg des Tourismus könne zudem das Wirtschaftswachstum fördern.
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Die wohl mit Abstand beste Förderung russische Touristen nach Thailand zu locken wäre vermutlich eine neue Rekrutierungswelle für die russische Armee um ihren Angriffskrieg in der Ukraine weiterführen zu können. Ich hoffe niemand übersieht den Sarkasmus in diesen Zeilen!
Ich könnte gerne verzichten. Wie auf einige andere Qualitätstouristen mit fraglichem Respekt und kulturellem Dominanzgegabe. Aber letztendlich regiert der Mammon.
Russland wirbt bekanntlich Fachkräft aus vielen Ländern an. Besonders beliebt bisher diverse afrikanische Staaten und Nordkorea. Das dann versprochener Einsatzort und wirklicher Arbeitsort (Front) nicht so wirklich zusammenpassen, ist sicher auch in Thailand allgemein bekannt. Ich halte die Thais nicht für so blöd und uninformiert, dass diese darauf reinfallen.
Das Thailand aber im Gegenzug für russische Landzeiturlauber oder Expats weiterhin interessant ist, steht außer Frage. Gerade die Gerüchte um eine weitere Mobilmachung für die dreitätige Spezialoperation locker viele schlaue Russen ins Ausland.
Ob es sich dabei um Qualitätstouristen handelt sei dahin gestellt. Qualität ist ein weiter Begriff! Ebenso, ob damit der gewünschte Geldsegen erreicht wird. Es mag für gewisse Regionen stimmen, welche immer wieder negativ Schlagzeilen machen.