HUA HIN, THAILAND – 15 Gebäude am Strand sollen binnen 120 Tagen abgerissen werden. Die Stadt Hua Hin setzt damit ein Urteil aus dem Jahr 2014 um, das die Bauten auf öffentlichem Strand für illegal erklärt hatte. Bewohner beantragen beim Gericht vorläufigen Schutz, um bleiben zu können.
15 Gebäude stehen binnen 120 Tagen vor dem Abriss
Bürgermeister Nopporn Wutthikul besuchte am Freitag mit 100 Stadtbediensteten das umstrittene Gebiet. Er erklärte, 15 Gebäude am Ufer sollten innerhalb von 120 Tagen abgerissen werden. Dabei informierte er die Eigentümer über die zum Abriss vorgesehenen Gebäude. Die Frist begann am Freitag.
Der Besuch sollte nach Angaben des Bürgermeisters dazu dienen, Informationen zu sammeln, die Arbeiten mit dem Abrissunternehmen und Behörden zu planen und Betroffene über den Ablauf zu informieren. Am Freitag waren vor Ort noch keine Abrissarbeiten zu sehen.
26 Bauten sind noch betroffen
Insgesamt will die Stadt 26 Gebäude entfernen lassen. Sie stehen auf einem rund 500 Meter langen Strandabschnitt zwischen dem Fischereipier und dem Schrein der Meeresgöttin. Dort gibt es insgesamt 40 Gebäude.
Die Besitzer von 14 Gebäuden haben diese bereits freiwillig abgerissen. Viele der Bauten haben lange Holzstege ins Meer und werden etwa als Restaurants oder Touristenunterkünfte genutzt.
Urteil aus dem Jahr 2014 gibt den Ausschlag
Der Oberste Verwaltungsgerichtshof entschied 2014, dass die Gebäude illegal auf öffentlichem Strand errichtet worden waren. Der Rechtsstreit um ihre Beseitigung reicht nach Angaben des Artikels bis etwa 2002 zurück.
Die Stadt will die Auseinandersetzung nun beenden. Einige Besitzer haben sich bereit erklärt, sich an das Urteil zu halten, andere wenden sich an das Provinzgericht Hua Hin, um ihr Bleiberecht schützen zu lassen.
Bewohner verweisen auf eine 190-jährige Geschichte
Einige Anwohner sagen, ihre Gemeinschaft bestehe seit rund 190 Jahren. Als Belege für die Anerkennung durch Behörden nennen sie Hausregistrierungen sowie feste Wasser- und Stromanschlüsse.
Ein Gericht habe eine frühere Eingabe zur Anerkennung dieser Rechte nicht angenommen, sagte ein Vertreter der Bewohner. Die Anwohner legen dagegen Berufung ein.
Stadt und Marine teilen die Abrisskosten
Die Stadtverwaltung schloss am Donnerstag einen Vertrag mit einem Abrissunternehmen. Sie finanziert die Beseitigung von 15 Gebäuden, während das Marine Department die Kosten für weitere elf übernimmt.
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Nopporn erklärte, die Stadt werde auf Grundlage aller Fakten arbeiten und alle rechtlichen Verfahren strikt und fair befolgen. Die Arbeiten sollen mit dem Unternehmen und den zuständigen Behörden abgestimmt werden.
Gericht prüft Antrag auf vorläufigen Schutz
Laut der Zeitung Hua Hin Today wartet die Stadt auf eine Antwort des Gerichts zum Antrag der Bewohner auf vorläufigen Schutz. Nopporn sagte, die Behörden müssten die Abrissanordnungen weiter umsetzen, solange kein Gerichtsbeschluss die Arbeiten stoppe.
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Andernfalls könnten die Behörden selbst wegen Pflichtversäumnisses angeklagt werden. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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