Preisschock: Import-Autos in Thailand bald teurer!

Ein Wagen für eine Million Baht würde sofort mindestens 200.000 Baht mehr kosten. Nur wer bis Ende Dezember kauft, zahlt noch den alten Satz. Kritiker sehen ein Geschenk an Japans Autobauer.

Preisschock: Import-Autos in Thailand bald teurer!
Photo by Mohammad Redowan on Pexels

BANGKOK – Thailand will die Steuer auf komplett importierte Elektroautos von rund 10 auf mindestens 30 Prozent anheben. Betroffen sind nur E-Autos, die ohne jedes Bauteil aus Thailand eingeführt werden. Ein Auto für eine Million Baht würde dadurch sofort mindestens 200.000 Baht mehr kosten. Die Regierung will so Hersteller schützen, die bereits Fabriken und Produktionsnetzwerke im Land haben.

Steuer auf importierte E-Autos soll auf 30 Prozent steigen

Thailands Finanzministerium will dem Kabinett eine höhere Verbrauchsteuer für Elektroautos vorschlagen. Betroffen sind nur E-Autos, die komplett importiert werden und keinerlei Teile aus Thailand enthalten. Bisher liegt der Satz bei rund 10 Prozent, künftig sollen es mindestens 30 Prozent sein.

Das Kabinett soll den Plan in etwa zwei Wochen prüfen. Die höhere Steuer soll voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027 gelten.

Werbeanzeige

Beispiel: 200.000 Baht Aufschlag bei einem Auto für eine Million Baht

Ein Beispiel aus dem Bericht: Bei einem importierten E-Auto für eine Million Baht zahlt man heute etwa 100.000 Baht Steuer. Steigt der Satz auf über 30 Prozent, wird das Auto laut Bericht sofort mindestens 200.000 Baht teurer.

Wer noch zum alten Steuersatz kaufen will, muss laut Bericht bis Ende dieses Jahres zuschlagen. E-Autos aus thailändischer Produktion sollen dagegen weiter zum bisherigen Preis verkauft werden, weil sie von der Steueränderung nicht betroffen sind.

Acht Autokonzerne aus China wurden für Fabriken in Thailand gewonnen

Die Strategie für Elektroautos läuft laut Bericht seit etwa vier bis fünf Jahren. Ziel war, dass Thailand nicht den Anschluss verliert und seine Stellung als Autodrehscheibe der Region behält.

Mit den Förderprogrammen EV 3.0 und EV 3.5 gelang es, acht große Hersteller aus China ins Land zu holen. Ihre Werke sollen Autos für den heimischen Markt sowie für Exporte nach Malaysia, Japan und Australien bauen.

Werbeanzeige

Neue Teileregel: Hightech-Bauteile sollen zählen

Die Regierung will außerdem die Regeln für den Anteil lokaler Bauteile ändern. Bisher zählen Gewinn, Löhne und Stromkosten bei der Berechnung. Künftig sollen vor allem Bauteile mit hoher Technologie zählen.

Künftig gibt es drei Steuerstufen. Die niedrigste gilt für Hersteller mit Fabrik und vollständig heimischen Teilen, die mittlere für Werke, die noch stark auf importierte Teile setzen. Die höchste trifft komplett importierte Autos ohne Fabrik im Land.

Steuersatz soll sich am CO2-Ausstoß orientieren

Künftig soll die Steuer nicht mehr nach Antriebsart festgelegt werden, sondern nach dem Kohlendioxid-Ausstoß. Autos mit wenig Emissionen erhalten einen niedrigeren Steuersatz, um saubere Fahrzeuge gezielt zu fördern.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die Regel gilt laut Bericht unabhängig davon, ob ein Auto als reines E-Auto (BEV), Reichweitenverlängerer (REEV) oder Hybrid fährt.

Werbeanzeige

Bericht: keine Bevorzugung japanischer Hersteller

Kritiker sehen in der Steuer ein Entgegenkommen an japanische Autohersteller. Laut Bericht ist dies keine Bevorzugung einer Seite, sondern Teil eines von Anfang an festgelegten Fahrplans: erst Investitionen, dann Lieferketten, Teileregeln und zuletzt Schutzmaßnahmen. Bislang ist das Vorhaben nur ein Vorschlag des Finanzministeriums.

Lesen Sie auch: Gefängnis statt Geldbuße: Thailands harte Linie gegen betrunkene Fahrer

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Khaosod Thai

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.