PHUKET, THAILAND – Die Provinzverwaltung von Phuket prüft ein System mit künstlicher Intelligenz, das Risiken für Touristen früh erkennen und Warnungen ausgeben soll. Gouverneur Chotinarin Kerdsom besprach den Vorschlag am Samstag, 17. Oktober, mit Forschern der Walailak-Universität. An der Diskussion nahmen auch Polizeigeneralmajor Surachai Suksai, Kommandeur der Provinzpolizei Phuket, sowie Vertreter von Provinzbehörden, darunter aus Katastrophenschutz und Verkehr, teil. Die Behörden würden damit auf bestehende Datenübersichten der Provinz aufbauen und ihre Reaktionen auf Vorfälle besser abstimmen können.
Ein Risikoradar mit vier Stufen
Das geplante System soll Gefahren in vier Stufen einordnen: niedrig, mittel, hoch und kritisch. Auf einer Risikokarte und einem Dashboard sähen die Behörden dann, in welchen Gebieten sie genauer hinschauen müssen.
Die Software könnte außerdem frühe Warnzeichen erkennen und mögliche Probleme vorhersagen. Die von der KI markierten Hinweise müssten jedoch weiterhin von Beamten geprüft werden, bevor jemand handelt.
Verkehr, Müll und Sicherheit in einer Datenquelle
Das System würde Daten aus Tourismus, Verkehr, Abfallwirtschaft, öffentlicher Sicherheit und anderen Bereichen der Provinz zusammenführen. So sollen Behörden neue Probleme erkennen, und Reaktionen abstimmen.
Die Forscher schlugen Phuket als Pilotstandort vor. Grundlage wären staatliche Unterlagen, Berichte aus dem Feld und die Beobachtung sozialer Medien. Außerdem sollen mehrsprachige Informationen ausgewertet werden, um Sorgen auszumachen, die internationale Besucher betreffen.
Ein Einsatzmechanismus für Notfälle aller Art
Ein weiterer Baustein wäre ein Einsatzkoordinationssystem für Meldung, Bewertung und Bearbeitung von Notfällen. Es würde Naturkatastrophen, Verkehrsunfälle, Kriminalfälle und Krankheitsausbrüche abdecken.
Vorfälle würden nach dem Plan bewertet und den zuständigen Stellen oder Freiwilligen zugewiesen. Die Einsätze würden so lange verfolgt, bis die Hilfe abgeschlossen ist.
Der Mensch behält die Entscheidung
Die Forscher betonten, dass automatische Datenanalyse und menschliche Kontrolle zusammenarbeiten sollen. Entscheidungen und Reaktionen blieben bei den Beamten, die innerhalb ihrer Befugnisse handeln.
Als Erfolgsmaßstab schlugen die Forscher die Treffsicherheit bei der Risikoerkennung, die Geschwindigkeit der Warnungen und die Zahl der erkannten Risiken vor. Auch wollen sie messen, wie stark die Informationen die Entscheidungen verbessern.
Polizei und Notfallmedizin am Tag zuvor an einem Tisch
Schon einen Tag vorher, am Freitag, befasste sich eine Sitzung in der Provinzhalle von Phuket mit dem Plan für ein intelligentes Tourismus-Risikomanagement. Bezirkschef Siwat Rawangkul leitete das Treffen im Auftrag des Gouverneurs.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Dort ging es auch um die medizinische Notfallversorgung und die Abstimmung zwischen den Behörden. Vertreter des Nationalen Instituts für Notfallmedizin und des Verbands Thailändischer Reisebüros nahmen teil.
Noch kein Zeitplan und kein Budget
Zu einem Zeitplan oder einem Budget für das System machten die veröffentlichten Informationen keine Angaben. Die Idee ist bisher ein Vorschlag, den die Behörden noch beraten.
Ziel ist, die Abstimmung bei tourismusbezogenen Risiken zu verbessern und das Vertrauen der Besucher zu stärken. Langfristig soll ein Modell entstehen, das auch in anderen thailändischen Urlaubszielen eingesetzt werden könnte.
Lesen Sie auch: Schutzgeld kassiert? Rayongs Polizeichef versetzt!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: