Phuket: Drei Haftbefehle nach Razzia gegen Strohmänner

Ausgelöst wurde der Fall durch die Festnahme einer Chinesin, doch dann stießen die Ermittler auf eine Luxusvilla für über 50 Millionen Baht und Konten mit mehr als 100 Millionen Baht, die zu ihr führen sollen.

Phuket: Drei Haftbefehle nach Razzia gegen Strohmänner
Phuket Provincial Police

PHUKET, THAILAND – Die Polizei in Phuket hat ihre Ermittlungen gegen ein mutmaßliches Nominee-Netzwerk in Rawai ausgeweitet. Fünf Orte wurden durchsucht, sechs Firmen mit einem Fallwert von mehr als 100 Millionen Baht geraten ins Visier. Gegen drei ausländische Staatsbürger liegen Haftbefehle vor.

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Fünf Orte durchsucht, drei Haftbefehle erlassen

Die Operation mit dem Namen „Rawai Nominee Crackdown“ richtet sich gegen ein mutmaßliches Netzwerk, in dem Thailänder als Strohmänner für ausländische Geschäftsleute auftreten sollen. Bei der Aktion wurden fünf Orte durchsucht, die mit sechs Firmen in Verbindung stehen.

Der gemeinsame Fallwert der Firmen liegt bei mehr als 100 Millionen Baht. Für drei ausländische Staatsbürger hat die Polizei Haftbefehle erlassen. Die Ermittlungen sind damit deutlich größer geworden.

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Chinesin Lin soll Thailänder als Strohmänner genutzt haben

Auslöser war die Festnahme einer Chinesin namens Lin. Die Einwanderungsbehörde Phuket hielt sie am Donnerstag (29. Oktober) fest. Ihr wird vorgeworfen, thailändische Staatsbürger als Strohmänner eingesetzt zu haben, um Geschäfte auf Phuket zu betreiben.

In einer früheren Ermittlung ging es um zwei Firmen. Laut Polizei soll Lin das gesamte Investitionskapital bereitgestellt und die alleinige Kontrolle ausgeübt haben. Als Anteilseignerin war dagegen eine Thailänderin eingetragen.

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Luxusvilla und Bankbewegungen über 100 Millionen Baht

Bei ihren Ermittlungen stießen die Behörden auf eine Luxusvilla, deren geschätzter Wert mehr als 50 Millionen Baht beträgt. Der Fund lenkte die Aufmerksamkeit der Ermittler auf die finanziellen Verhältnisse, die im Zusammenhang mit dem Fall untersucht werden.

Darüber hinaus stellten sie Banktransaktionen fest, deren Gesamtwert sich auf mehr als 100 Millionen Baht beläuft. Nach Angaben der Polizei stehen die betreffenden Konten mit Lin in Verbindung.

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Polizei will die wahren Geldgeber finden

Polizeigeneralmajor Surachai Suksai, Kommandant der Provinzpolizei Phuket, sagte, die Operation sei Teil einer verschärften Untersuchung mutmaßlicher Nominee-Konstruktionen. Die Behörden prüfen nun alle sechs Firmen und wollen herausfinden, wer sie tatsächlich finanziert und kontrolliert hat.

Dabei reicht den Ermittlern der Blick ins Handelsregister nicht aus. Sie wollen die tatsächlichen Investoren, die Personen mit Kontrolle über die Geschäfte und die wirtschaftlich Berechtigten ermitteln.

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Phuket bittet um Hinweise auf Nominee-Fälle

Surachai betonte, Phuket heiße legitime Investitionen willkommen, dulde aber keine Nominee-Konstruktionen zur Umgehung des Gesetzes. Die Polizei will dazu mit anderen Behörden zusammenarbeiten, um mutmaßliche Verstöße zu prüfen und fairen Wettbewerb zu schützen.

Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, Verdachtsfälle zu melden, in denen Thailänder als Strohmänner für ausländische Investoren auftreten oder andere Geschäfte thailändisches Recht verletzen könnten.

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Quelle: Phuket News

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