BANGKOK, THAILAND – Der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AOT) will das Duty-Free-Modell am Suvarnabhumi-Flughafen anpassen und einen Premium-Service einführen, den auch normale Reisende buchen können. Ein Teil der Verkaufsfläche könnte schrumpfen, weil das bisherige Modell nach Einschätzung des Konzerns nicht so erfolgreich war wie erhofft. Außerdem liegt der fünfte Masterplan für den Flughafen beim Verkehrsministerium, bevor er ins Kabinett kommt.
Duty-Free-Läden verlieren Verkaufsfläche
AOT bewertet das bisherige Geschäftsmodell der Duty-Free-Shops am Suvarnabhumi als nicht erfolgreich genug. Deshalb will der Konzern die Flächen stärker an den Wünschen und dem Verhalten der Passagiere ausrichten und ihre Nutzung im Terminal verbessern.
Ein Teil der Fläche soll für automatisches Ein- und Ausgangssystem (Auto Gate) genutzt werden. Duty Free bleibt, setzt aber stärker auf Abholstellen (Pick-up Counter). Dadurch könnte die klassische Verkaufsfläche mit Laufkundschaft kleiner werden.
Verhandlungen mit King Power laufen
Mit King Power, einem großen Geschäftspartner des Flughafens, berät AOT derzeit über eine neue Form der Zusammenarbeit. Beide Seiten suchen nach einer Lösung, die für beide Seiten passt.
Der Duty-Free-Betrieb verursacht hohe Kosten für Infrastruktur, Lagerhaltung und Logistik im Flughafen. Deshalb muss eine Einigung gefunden werden, die für beide Seiten passt.
Premium-Service auch für Normalreisende
Der Premium-Service richtet sich nicht nur an Stars und Prominente. Auch Investoren und normale Passagiere sollen ihn nutzen können, sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abreise.
Die Services werden getrennt von der regulären Abfertigung angeboten. Reisende müssen kein komplettes Paket kaufen, sondern können einzelne Leistungen wählen. Geplant sind unter anderem ein Fahrzeugservice zum Parken, ein Golfcart-Transfer und weitere Hilfen im Flughafen.
AOT prüft Eigenbetrieb oder Partner
Noch offen ist, ob AOT den Premium-Service selbst betreibt oder mit einem Partner zusammenarbeitet, der Erfahrung mit Dienstleistungen auf internationalem Niveau hat. Das Ziel ist ein höherer Servicestandard am Flughafen.
Außerdem soll die Reise vom Flughafen zu anderen Zielen lückenlos verbunden werden. Damit soll die Reise zwischen Flughafen und anderen Zielen durchgängiger werden.
Masterplan wartet auf Prüfung im Ministerium
Generaldirektorin Pavena Jariyathitiphong hat den fünften Masterplan für den Suvarnabhumi-Flughafen bereits mehreren Behörden vorgestellt, darunter dem Kabinettssekretariat und dem Team des Premierministers. Derzeit prüft das Verkehrsministerium den Plan, danach soll er dem Kabinett vorgelegt werden. Der Masterplan wird nach Vorgabe alle fünf Jahre überprüft.
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Die Kabinettskenntnis bedeutet nicht, dass alle im Plan genannten Investitionen genehmigt sind. Jedes Projekt, besonders der Bau von Terminalgebäuden, braucht eine eigene Machbarkeitsstudie und das jeweilige Genehmigungsverfahren. AOT sieht darin eine Möglichkeit, ein gemeinsames Verständnis der Behörden für die Flughafenentwicklung zu fördern und Missverständnisse zwischen langfristiger Planung und einzelnen Investitionsgenehmigungen zu verringern.
Details zum Premium-Service sollen im November folgen
AOT rechnet damit, die genauen Pläne für den Premium-Service im November vorzustellen.
Der Konzern erwartet dadurch keine riesigen Einnahmen im Vergleich zum Kerngeschäft, sieht darin aber einen zusätzlichen Erlöskanal und eine Aufwertung der Dienste am Suvarnabhumi.
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