Thailand prüft eine Gebühr für ausländische Touristen. Die öffentliche Konsultation dazu fiel laut Regierung positiv aus, erhoben wird die Abgabe aber noch nicht. Gleichzeitig treibt die Regierung den Tourismusplan für 2028 bis 2032 voran, der mindestens 4 Billionen Baht an Tourismuseinnahmen bringen soll.
Touristengebühr für Ausländer: Details werden noch geklärt
Das Nationale Tourismuspolitik-Komitee hat sich mit der geplanten Gebühr für ausländische Touristen befasst. Nach Angaben der Regierung fiel die öffentliche Konsultation dazu positiv aus.
Die Details werden noch abgestimmt und einzelne Fragen sorgfältig geprüft. Erst danach geht der Vorschlag als nächster Schritt ans Kabinett. Bis dahin wird nichts eingezogen.
Visa-Erleichterungen für Mexiko, Kolumbien, Usbekistan und Belarus
Vier Märkte mit Potenzial stehen im Fokus: Mexiko, Kolumbien, Usbekistan und Belarus. Die Tourismusbehörde TAT will am Montag, dem 9. November 2026, Empfehlungen einreichen. Der zuständige Ausschuss soll dann über Visafreiheit für alle vier Länder beraten.
Parallel arbeitet das Außenministerium an Verbesserungen beim E-Visa-Service. Ziel ist, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Hürden bei Visaanträgen abzubauen. Die Vorschläge werden noch von den zuständigen Behörden geprüft und sind nicht in Kraft.
Ziel: 4 Billionen Baht und ein Platz unter den besten 30 weltweit
Der Entwurf für den vierten nationalen Tourismusentwicklungsplan 2028 bis 2032 setzt auf höhere Qualität bei Angeboten und Services. Ziel sind mindestens 4 Billionen Baht Gesamteinnahmen aus dem Tourismus. Außerdem soll Thailand im Travel & Tourism Development Index (TTDI) zu den besten 30 weltweit gehören.
Mehr Besucher mit hoher Kaufkraft sollen kommen, und das Geld soll bis zu kleinen Betrieben und Gemeinden reichen. Lalida Periswiwatana erklärte, die Angebote sollen internationalen Standards entsprechen. Dazu kommen Ausbau der Infrastruktur und neue Einrichtungen.
Kreuzfahrt und Yachten: Thailand braucht mehr Häfen und Marinas
Kreuzfahrt- und Yachttourismus bieten nach Angaben der Regierung hohes Einnahmepotenzial. Thailand hat bislang aber nicht genug Kreuzfahrtterminals und Yachthäfen, um die Nachfrage zu decken.
Die TAT soll sich mit den zuständigen Stellen abstimmen und einen klareren Rahmen für den Ausbau schaffen. So sollen internationale Besucher mit hoher Kaufkraft angelockt werden.
IWF- und Weltbanktagung als Sprungbrett für den Tourismus
Der Ausschuss sprach auch darüber, wie Thailand von der Gastgeberrolle bei den Jahrestagungen 2026 des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbankgruppe profitieren kann. Das Interesse von Delegierten und internationalen Reisenden soll in langfristige Tourismuschancen umgewandelt werden.
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Dafür sollen das Tourismus- und Sportministerium, die TAT und die Privatwirtschaft zusammenarbeiten. Geplant ist auch, Routen in Bangkok-nahen Gebieten wie der Provinz Phra Nakhon Si Ayutthaya zu verknüpfen.
Kurzstrecke und Langstrecke: Diese Märkte stehen im Fokus
Bei Kurzstrecken haben Taiwan, Vietnam, Malaysia, Indonesien und Singapur Vorrang. Auf Langstrecken setzt die Regierung auf große Veranstaltungen, die Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern und mehr Partnerschaften mit Fluggesellschaften.
Ziel ist, Reisen nach Thailand über das gesamte Jahr hinweg zu unterstützen. Beide Märkte sollen so erweitert werden.
Agrartourismus und Obstfahrten in den Ostprovinzen
Ein Vorschlag sieht ganzjährige Tourismuskalender für die Provinzen vor. Sie sollen Feste, Kultur, Sehenswürdigkeiten und Gemeindeaktivitäten mit Reiserouten verbinden. Dazu sollen Anreize geprüft werden, die Reisen zu mehreren Zielen innerhalb einer Region fördern.
Agrartourismus und saisonale Obstfahrten sollen vor allem in den östlichen Provinzen gefördert werden. Bauern und Kleinbetriebe können so Erzeugnisse direkt verkaufen und Einkommen erzielen. Informationen sollen in mehreren Sprachen veröffentlicht werden, damit Thailänder und ausländische Touristen ihre Reisen früh planen können.
Schnellere Einreise am Flughafen Suvarnabhumi
Auch die Abfertigung bei der Ankunft am Flughafen Suvarnabhumi stand auf der Tagesordnung. Ziel ist, Wartezeiten zu verkürzen und die Einreise für Touristen einfacher zu machen.
Parallel wurde über die Verwaltungsstruktur für Tourismus und Kultur informiert. Der dazugehörige Gesetzentwurf soll am Mittwoch, dem 4. November 2026, dem Parlament zur Beratung vorgelegt werden.
Übergangsausschuss soll den Tourismusbetrieb sichern
Weerasak Kowsurat, Chefberater des stellvertretenden Premierministers, leitet den beschlossenen Unterausschuss für die Übergangszeit.
Der Ausschuss soll den Wechsel vorbereiten und die Arbeit der Behörden koordinieren, um Kontinuität im Tourismusbetrieb sicherzustellen. Stand jetzt sind Touristengebühr und Visa-Erleichterungen noch nicht in Kraft.
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