Surat Thani – Der frühere Demokraten-Abgeordnete Watchara Phetthong hat dem Gouverneur von Surat Thani am 3. November Druck gemacht: Ausländer nehmen Thais die Arbeit weg, die Behörden sollen sie aufspüren und festnehmen. Als zweite Beschwerde legte er einen Umweltskandal vor. Fabriken sollen Abwasser ablassen, das Muscheln in der Bucht von Ban Don massenhaft sterben lässt.
Thais verlieren ihre Jobs
Watchara Phetthong übergab Gouverneur Chumphot Wannachatsiri und Provinz-Industriechef Wichian Thongduang ein Beschwerdeschreiben. Sein Vorwurf: Ausländer üben in Surat Thani Berufe aus und verdrängen damit Thais vom Arbeitsmarkt. Die Provinz müsse das Problem sofort anpacken.
Betroffen sei laut Watchara nicht nur die Provinzhauptstadt. Die Menschen in der Stadtgemeinde Surat Thani und in allen Bezirken litten unter den ausländischen Arbeitern, die ihnen die Jobs wegschnappen. Die Not der Thais sei der Grund, warum er persönlich beim Gouverneur vorsprach.
Razzien gefordert
Der Gouverneur soll alle zuständigen Stellen anweisen, Ausländer in diesen Berufen konsequent zu jagen und festzunehmen. Watchara verlangt eine regelrechte Säuberung der Provinz, damit die Arbeitsplätze wieder an Thais gehen.
Er beruft sich dabei auf die Linie der Regierung, die genau dieses Vorgehen vorsehe. Auf dem Papier sei die Sache also klar, nun müsse Surat Thani liefern. Konkrete Maßnahmen vor Ort fordert er ausdrücklich ein.
Fabriken vergiften die Bucht
Neben den Ausländern knöpfte sich Watchara Industriebetriebe im Bezirk Tha Chang vor. Sie sollen Gift und Abwasser in Flüsse und Kanäle leiten, das schließlich in die Bucht von Ban Don fließt. Dort sind die Muscheln der Züchter massenhaft verendet.
Der Schaden für die Muschelzüchter sei groß, das Ökosystem der Meerestiere ernsthaft getroffen. Watchara fordert eine Untersuchungskommission, die die schuldigen Fabriken benennt. Außerdem will er Klarheit über Strafen und Werksschließungen. Auch Entschädigungen für die Züchter und ein Zeitplan für die Erholung der Bucht gehören zu seinen Forderungen.
Gouverneur nimmt Beschwerde an
Die Behörden sollen nach Watcharas Willen gemeinsam handeln und ihm binnen 15 Tagen Antworten liefern. Die Uhr tickt damit für Gouverneur und Industriebehörde.
Chumphot Wannachatsiri nahm die Forderungen entgegen. Er kündigte an, die Beschwerden aufzunehmen und im Rahmen seiner gesetzlichen Befugnisse zu handeln. Konkrete Zusagen machte er nicht.

Welche Ausländer sind gemeint? Laoten, Malaysier, Vietnamesen, Kambodschaner? Oder gar Farangs? Wenn die Ausländer den Thais die Arbeit wegnehmen, dann stellt sich doch die Frage, warum die Arbeitgeber nicht Thais einstellen.
Meines Wissens sind zur Zeit ca. 2,9 Mio aus Myanmar, aus Kambodscha ca. 400.000, aus Laos ca. 300.000 und aus Vietnam ca. 9.000 legal berufstätig. Überwiegend in Landwirtschaft, Bau, Lebensmittelverarbeitung, Dienstleistungs- und Gastronomiegewerbe.
Dazu kommen noch ca. 130.000 bis 150.000 qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus Europa, USA, Japan, China etc. mit regulärer Arbeitserlaubnis.
Und diese Ausländer konzentrieren sich auf die Region Bangkok, Samut Prakan, Pathum Thani, Samut Sakon, gefolgt von Chonburi und Phuket, letztere beide als Industrie- und Tourismusregionen.
Da stellt sich doch die Frage, ob der Tourismus überhaupt ohne die Ausländer funktionieren könnte.
Wieder mal typisch! Da wird ein hartes Vorgehen gegen illegale Arbeitnehmer verlangt statt den Verursachern, nämlich den thailändischen Arbeitgebern kräftig und nachhaltig auf die Füße zu treten. Diese Thai-Logik ist mir und wird mir immer fremd bleiben. Das ist etwas was ich nur tolerieren, aber nicht akzeptieren kann.
Da müssten sich die Politiker ja selbst auf die Füße treten. Die Großunternehmer sind ja selbst, bzw. ihre „Strohmänner“ diejenigen, die die Politik gestalten.
Damit die ganze Geschichte eine Sinn ergibt, sollte die Redaktion mindestens erwähnen, um welche Jobs es sich handelt.
Könnte es sein, dass es sich um Jobs handelt, welche eine gewisse Ausbildung etc. erforden? Da kommt mir die Geschichte in den Sinn, Thai A frgat Thai B ob er ein Fluzeug steuern könne, Thai B verneint, und fragt Tha A ob er dazu im Stande wäre, dieser meint, ich auch nicht, aber ich kann es dir beibringen.