PHITSANULOK, THAILAND – Ein 67 Jahre alter Deutscher hilft jeden Morgen im Wat Ratchaburana beim Fegen und Wischen und gießt die Bäume rund um den Tempel. Der frühere IT-Manager Clemens Kaunt möchte Schüler des Tempels werden und hat den Wunsch geäußert, nach seinem Tod seine Asche dort aufzubewahren.
Jeden Morgen mit dem Motorrad zum Tempel
Jeden Morgen fährt Clemens Kaunt mit seinem Motorrad zum Wat Ratchaburana, einem königlichen Tempel im Bezirk Mueang. Dort betet zuerst vor Buddha und bittet Luang Pho Samli um einen Segen. Danach greift er zu Besen und Wischmop.
Er reinigt den Bereich um die Ordinationshalle Luang Pho Thong Khao und oben am Vihan Luang Pho Thong Dam. Anschließend gießt er die Bäume rund um den Tempel. Diese Routine macht er seit mehr als sechs Monaten.
Ehemaliger IT-Manager reist durch Thailand
Clemens Kaunt ist 67 Jahre alt und stammt aus Deutschland. Vor seiner Pensionierung war er Leiter der IT-Systeme bei einem bekannten Unternehmen im Ausland. Heute lebt er mit seinem Motorrad auf Reisen.
Nach eigenen Angaben war er in fast allen Provinzen Thailands. Besonders gern besucht er Tempel und Naturziele. Wenn er in Thailand ist, kommt er immer wieder nach Phitsanulok.
Segen, Amulette und Tattoo
Clemens Kaunt sagt, er liebe Thailand sehr. Das Reisen auf dem Motorrad mache ihm Freude, vor allem die thailändischen Tempel mit ihrer eigenen Schönheit.
Er hat bei Luang Por Samli den Segen erbeten und sich die Hände mit einem Segensritual namens Na Ma Mon segnen lassen. Außerdem sammelt er buddhistische Amulette, die er auf seinen Reisen gekauft hat. Auch ein traditionelles thailändisches Sak-Yant-Tattoo gefällt ihm. Die Arbeit im Tempel gibt ihm nach seinen Worten innere Ruhe und Zufriedenheit.

Abt spricht von Wunsch nach Schülerschaft
Luang Por Samli ist Phra Khru Sitthithammawiphat und amtiert derzeit als Abt des Wat Ratchaburana. Er sagt, sie könnten sich nur wenig miteinander verständigen. Trotzdem habe er verstanden, dass der Deutsche Schüler des Tempels werden möchte.
Clemens Kaunt habe außerdem gesagt, er wolle nach seinem Tod seine Asche im Tempel aufbewahren lassen. Er verbinde viel mit diesem Ort. Der Abt lobt seinen Einsatz: Obwohl er Ausländer sei, opfere er regelmäßig seine Freizeit für den Tempel, so Luang Por Samli.

Abschied mit Segen und Amulett der Königin
Kurz bevor Clemens Kaunt zurückreiste, kam er noch einmal zum Beten in den Tempel. Luang Por Samli besprengte ihn mit geweihtem Wasser und überreichte ihm ein Phra-Nang-Phaya-Amulett. Diese Amulettart gilt als Königin der Amulette und gehört zur Serie Benjabhaki.
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Der Abt gab ihm das Amulett zum Umhängen als Glücksbringer und Andenken. Der Deutsche habe sich sehr darüber gefreut.


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Sehr löbich, endlich einmal was positives über Ausländer. Er macht das ja ehrenamtlich. Das finde ich gut. Ich hoffe bekommt keinen Ärger wegen fehlender Arbeitserlaubnis??! Ich weiss nicht, wie das in so einem Fall von den thailändischen Behörden gehandhabt wird?
Keine Sorge, Tempelputzen fällt im Buddhismus nicht unter „Schwarzarbeit“, sondern unter „Karma-Konto ausgleichen“! 😉 Und Karma ist zum Glück steuerfrei. Außerdem: Spenden an den Tempel sind absolut erlaubt – der eine spendet Baht, der andere eben Besenstriche!